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Radevormwald
Von Flüchtlingshilfe bis zur Bauaufsicht

Radevormwald: Von Flüchtlingshilfe bis zur Bauaufsicht
Ulrich Haldenwang (l.) vom Geschichtsverein mit Johannes Mans (r.) und BM-Redakteur Wolfgang Scholl. Haldenwang bat Mans um ein "schnelles" Grußwort noch für das Buch zum Stadtjubiläum "700 Jahre Rade" in 2016. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Der neue Bürgermeister Johannes Mans war am Samstagmorgen Gast der Bergischen Morgenpost. Bei der Mobilen Redaktion auf dem Marktplatz ging es bei offenen Gesprächen ums Rathaus, die Wirtschaft, Soziales und Kultur. Von Flora Treiber und Wolfgang Scholl

Manche Rader wollten dem neuen Bürgermeister nur zu seinem Sieg und neuen Amt beglückwünschen, andere traten mit konkreten Forderungen, Fragen und Problemen an Johannes Mans heran und besuchten den Stand der Mobilen Redaktion der BM auf dem Marktplatz. Stefanie Brink wollte Mans persönlich kennenlernen. Sie sprach über die Zukunft des Parc de Châteaubriant und den Umgang mit Flüchtlingen. "Das sind Themen, die mir am Herzen liegen. Ich hoffe jetzt auf neue Anreize, Veränderungen und mehr Transparenz", sagte Brink. Der neue Bürgermeister stellte sich den Anliegen der Bürger geduldig, hat viel zugehört und stets sachlich geantwortet. "Ich will wissen, was die Menschen bewegt, worüber sie sich Gedanken machen und an welchen Stellen es Probleme gibt." Rainer Weyer berichtete über seiner Meinung nach problematische Ausschreibungen zum Winterdienst. "Die werden für Straßen für den laufenden Meter ausgeschrieben. Das ist nicht umsetzbar. Ich fordere, dass diese Ausschreibungen auf Stundenbasis laufen", sagte der Landschaftsbauer. Mans will sich solchen Problemen nach seiner Einarbeitung annehmen und den Winterdienst sicher stellen.

Rolf-Dieter Langer vom Blindenverein mahnte beim Umbau der Innenstadt nicht nur Barrierefreiheit an, sondern auch Hilfen für Sehbehinderte oder Erblindete. Lutz Aldermann erbat beim neuen Bürgermeister eine bessere Würdigung des Ehrenamtes, zum Beispiel mit weiteren Hilfen für die Freiwillige Feuerwehr. "Ich werde sondieren, wie die Politik hinter dem Ehrenamt steht", versprach Mans. Marlies und Gilbert Harnischmacher besuchten die Mobile Redaktion, um über die Strukturen in der Stadtverwaltung zu sprechen. "Die Öffnungszeiten im Rathaus sind für Berufstätige unzumutbar", sagte Marlies Harnischmacher. Mans selber hatte festgestellt, dass am Mittwochnachmittag zum Beispiel nur ein Band läuft. Er hat sich vorgenommen, Verwaltungsstrukturen zu verändern, und ist froh über Anregungen. "Die Mitarbeiter der Verwaltung sind motiviert, ich will sie für Veränderungen begeistern und mitnehmen", sagte er. Thomas Lorenz (Fraktion RUA) sagte: "Ich wünsche mir, dass Sie eingefahrene Strukturen abbauen." So war auch die Bauaufsicht ein Thema. Mans sieht hier ein Zusammenspiel mit der Wirtschaftsförderung. "Ich muss mit den Mitarbeitern sprechen. Das ist ein gewaltiger Kostenpunkt für die Stadt", sagte er.

Horst Kirschsieper, Rader Hilfsbörse und ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer, möchte die Abläufe der Flüchtlingsbetreuung besser strukturiert wissen. "Ich werde die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer zusammenbringen und mit ihnen gemeinsam die Aufgaben und Zuständigkeiten neu verteilen und koordinieren", versprach Mans. Gefordert haben dies auch Vertreter der Martini-Gemeinde.

Von den Gesprächen zeigte sich Johannes Mans, der mit Ehefrau Kornelia gekommen war, begeistert. "Alle Gespräche waren sehr offen und freundlich. Ich bin froh, dass ich unbefangen auf die Bürger zugehen kann und sie auch so auf mich zugehen", lautete sein Fazit.

Quelle: RP
 
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