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Radevormwald
Waffeln und Kuchen für den Förderverein der kleinen Waldkirche

Radevormwald. Am Bilderbuch-Sommer-Sonntag präsentierte die Wupper-Talsperre samt der angrenzenden Waldkirche bei Krebsöge ihre Naherholungsqualität. In Scharen strömten die Menschen zu dem kleinen Gotteshaus - zu Fuß, mit dem Rad und auch mit dem Auto. Der Förderkreis öffnete erneut das Café Waldkirche, mit dessen Einnahmen seit zehn Jahren der Erhalt der Kirche und seine Nutzung als Gebets- und Predigtstätte gesichert wird. Von Stefanie Bona

Allen skeptischen Stimmen zum Trotz haben die emsigen Vereinsmitglieder mit weiteren Ehrenamtlern ein Angebot etabliert, das sich enormen Zuspruchs erfreut und somit für verlässliche Erträge sorgt. Seinerzeit stand die Aufgabe der Kirche im Raum, die sich die Evangelische Kirchengemeinde Lennep nicht mehr leisten konnte. Damit wollten sich der frühere Lenneper Pfarrer Artur Girolstein und seine Mitstreiter nicht abfinden und gründeten den Förderkreis Waldkirche. Mit Spenden, Mitgliedsbeiträgen und entscheidend den Erlösen des Cafés wird für den Fortbestand der 1952 erbauten Kirche gesorgt. Auf die wachsende Resonanz hat sich der Vorstand eingestellt. Nach und nach wurde das Equipment erweitert, etwa Kühlschränke und Pavillons angeschafft und sogar für mehr Parkraum gesorgt. Hier zeigt sich, wie pragmatisch die Vereinsaktiven handeln und welche guten Netzwerke sie geschaffen haben.

Das Angebot, am Rand der kleinen Kirche den sauberen und unbelasteten Erdaushub aus einem privaten Baugrundstück kostenlos anzuschütten und im Gegenzug die Fläche zu planieren, nahm ein Lenneper Bauherr gerne an. "Erst kannte er die Waldkirche bisher gar nicht, und ich bin dem Laster vorausgefahren. Und die zweite Tour lief dann schon alleine", erzählt Vorstandsmitglied Hans-Werner Rehborn lachend.

Die Cafébesucher tragen mit dem Verzehr von Reibekuchen, Waffeln und den gespendeten Kuchen dazu bei, dass etliche Sanierungsarbeiten realisiert werden konnten. Die Beleuchtung sei komplett auf Energiesparlampen umgestellt worden, berichtet Vereinsmitglied Jens Uwe Standhaft. Auch Fenster und Türen seien gestrichen und die Treppe neu verlegt worden, ergänzt Günter Jeck. Zur Fortsetzung seiner Arbeit wünscht sich der Vorstand um die Vorsitzende Irmgard Girolstein weitere ehrenamtliche Unterstützung. Ein Beispiel dafür gibt Josi Löhde. Die 19-jährige Tochter von Küsterin Jutta Löhde hatte eine reich verzierte Torte gebacken, die viele Abnehmer fand. "Für jede Hilfe sind wir dankbar. Wenn uns schon jemand im Juli und August das Rasenmähen abnehmen würde, wäre das toll", sagt Hans-Werner Rehborn.

4. September, 2. Oktober, ab 13 Uhr, Am Wallenberg 1 (Lenneper Seite des Wupperdamms oder Fußweg von Krebsöge).

Quelle: RP
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