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Radevormwald
Wagen aus 90 Jahren auf der Automeile

Radevormwald: Wagen aus 90 Jahren auf der Automeile
Auch einen Renn-Porsche konnte die Motorsportfreunde auf dem Parkplatz an der Schlossmacherstraße bewundern. Für viele folgte die Fahrt im Rennsimulator. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Radevormwald. In der Uelfestraße, auf dem Parkplatz der Schlossmacher-Galerie und auf einem großen Teil der unteren Kaiserstraße drehte sich am Wochenende alles um Autos. Ob schnell, besonders schön, innovativ oder alt - das Stadtfest hatte ein umfangreiches Angebot für Autofreunde.

Der AC Radevormwald ließ neun seiner besten Fahrer auf dem großen Parkplatz am Ende der Schlossmacherpassagen ihre Runden drehen. Die Zuschauer konnten zwar nicht selber Kart fahren, aber dafür den Profis bei ihrem Training zusehen.

Einsatz war am Rennsimulator gefragt. Jugendliche und Erwachsene testeten ihr Können auf vier verschiedenen Strecken. Die Besten erhielten bei einer Siegerehrung ihre Preise wie einen 300 Euro Reifengutschein. ACR-Vorsitzender Michael Held war mit der Resonanz zufrieden. "Es besteht großes Interesse, wir haben für den Verein gute neue Kontakte geknüpft. Eigentlich könnte es nicht besser laufen", sagte er.

Unter seiner Regie wurden auch Wettbewerbsfahrzeuge des Clubs ausgestellt. Die Frauen des Vereins sorgten mit Kuchen und Waffeln für die Versorgung der Rennfahrer.

Von Ford bis Ferrari

Weniger PS, dafür viel klassische Schönheit, bewunderten die Besucher auf der Uelfestraße. Dort standen etwa 20 Oldtimer. Klaus Becker hat seine Kontakte spielen lassen und einzigartige Fahrzeuge aus Remscheid, Wuppertal und Ennepetal geholt. Er selbst stellte seine beiden knallroten Schätze von 1978 zur Schau – einen sportlichen Ford und einen Ferrari. Die große Spedition Budde aus dem Industriegebiet Mermbach hatte wieder den alten Truck mitgebracht.

Rolf Prazynski war Samstag mit seinem dunkelroten Chrysler zum Stadtfest gefahren. Das Fahrzeug von 1924 war mit seinem Baujahr das älteste auf der Oldtimermeile. "Es ist nicht restauriert, sondern befindet sich im Originalzustand. Eine Seltenheit. Der Wagen ist seit zehn Jahren in meinem Besitz", sagte der Wuppertaler. Die Holzspeichenräder und der komfortable Innenraum des Autos brachten den Charme der 1920er Jahre, passend zum nostalgischen Jahrmarkt, ins Bergische Land. Am Sonntag, so hatte es sich Rolf Prazynski vorgenommen, sollte das Stadtfest seinen Käfer von 1957 hautnah erleben. Weiter unten auf der Uelfestraße glänzten seltene Autos wie ein historischer Bentley oder ein BMW von 1971 in der Sonne.

Neufahrzeuge stellten Ford Wiluda, Auto Schmale, das Autohaus Kleinschmidt und weitere Autohäuser aus der Umgebung auf der Kaiserstraße vor. Viele Familien nutzen die Möglichkeit, um sich über Aktionspreise zu informieren. "Auf diesem Stadtfest kommt wirklich jeder auf seine Kosten und findet etwas Interessantes. Wir sind schon zwei Stunden auf dem Fest unterwegs", sagte Sabine Breitkopf.

Ein weiterer Kontrast: Die IG Bismarck informierte zur Geschichte des Zweiradproduzenten. Erste Erfahrungen hinter dem Steuer oder ein Gefahrentraining gab es auf dem Parkplatz der Sparkasse an der Wiesenstraße. Zum Fahrtraining der Fahrschule Nitsch gehörte zum Beispiel auch eine Gefahrenbremsung.

(trei)
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