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Radevormwald
Wald, Wiesen und knöcheltiefer Schlamm

Radevormwald: Wald, Wiesen und knöcheltiefer Schlamm
Der Anstieg nach Ispringrade war einer der Höhepunkte der Strecke. FOTO: Moll Jürgen
Radevormwald. Zwölf Kilometer durch den Wald, über Wiesen, Wurzeln und durch knietiefen Schlamm. Die diesjährige Strecke der "Night on Bike" stellte selbst für die versiertesten Fahrer eine große Herausforderung dar.

Neben vielen neuen Streckenabschnitten entpuppte sich der feuchte Boden als Problem. Der starke Regen in der Nacht von Freitag auf Samstag verwandelte viele Meter der Strecke zu Schlammpisten.

Organisator Sven Schreiber wies die Starter bereits Samstagmittag vor dem Startschuss für das 24-Stunden-Rennen auf die Herausforderungen der Strecke hin. Er selber war Samstagmorgen mit dem Fahrrad unterwegs, um die zwölf Kilometer ein letztes Mal selber abzufahren. "Jede Runde wird die Teilnehmer sehr viel Kraft kosten." Geplant hatte Schreiber die Strecke mit den Erfahrungswerten der letzten Veranstaltungen. Jetzt, bei der fünften Auflage, waren alle Teile der Strecke breit genug, um überholen zu können.

Nie waren die Leistungen der Teilnehmer unterschiedlicher. "Wir haben Profis und absolute Anfänger auf der Strecke. Umso wichtiger ist es, dass genug Platz da ist." Ein Hinweis des Ordnungsamtes auf die Klingel-Pflicht an Fahrrädern, wurde von vielen Teilnehmern belächelt, von einigen ernst genommen. "Wir bewegen uns im öffentlichen Raum. Eine Klingel ist für ein Mountainbike ungewöhnlich, macht aber Sinn", sagte Schreiber.

Als am Samstag um 14 Uhr der Startschuss für das 24-Stunden-Rennen fiel, war an der Strecke schon viel los. An allen gut zugänglichen Streckenabschnitten hatten sich Zuschauer mit Klappstühlen, Bier und Musik postiert, um die Fahrer die gesamte Nacht durch anzufeuern. Besonders entlang der Alm in der Ortschaft Ispingrade war die Stimmung ausgelassen. Nachdem der Startschuss für das 12-Stunden-Rennen um 21 Uhr gefallen war, waren auf der Strecke viele hundert Fahrer unterwegs. "Dank der Länge von zwölf Kilometern knubbelt es sich nur am Anfang. Die Strecke ist lang genug, damit es nicht eng wird", sagte Schreiber.

Die Zeit der Teilnehmer wurde zwar nur an einem Punkt an der Hermannstraße gemessen. Abkürzen war trotzdem nicht möglich. Zahlreiche Streckenposten kontrollierten die Teilnehmer, die an der Hermannstraße Richtung Uelfetal starteten und von da aus zum Leimholer Berg nach Bergerhof, dann entlang der Bahntrasse nach Honsberg, Heide und durch das Waldgebiet Espert und über den "Schweineberg" nach Ispingrade fuhren. Von da aus ging es Richtung Innenstadt, an den Stadtwerken vorbei durch die Lindenstraße und über die Kaiserstraße zurück ins Fahrerlager.

Trotz Unwetter fuhren alle Fahrer durch, es mussten keine Streckenabschnitte rausgenommen werden, obwohl der Schlamm "aus den Ohren kam", wie es Sven Schreiber formulierte. Schwer verletzt hat sich in der Nacht auch niemand. Es gab zwar einige Stürze, doch die verliefen relativ glimpflich.

(trei)
 
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