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Radevormwald
Wanderausstellung über Gott und die Ausländer

Radevormwald. "Gott mag die Ausländer - biblische Herausforderungen zum Umgang mit Fremden" lautet der Titel einer Ausstellung, die am kommenden Montag und Dienstag, 7. und 8. März, jeweils von 11 bis 18 Uhr, und am Mittwoch, 9. März, 11 bis 13 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu sehen ist. Im Anschluss wandert die Ausstellung ab 14 Uhr ins Wartburghaus und wird dort bis 18 Uhr sowie am Donnerstag und Freitag, 10. und 11. März, jeweils von 11 bis 18 Uhr gezeigt.

Die Wanderausstellung mit sechs Doppel-Roll-Ups zeichnet im ersten Teil die Schicksale "prominenter" Ausländer in der Bibel nach. "Abraham und Sara, die Zeit ihres Lebens Migranten sein werden, stehen am Anfang. Josef kommt - von seinen eigenen Brüdern verraten und verkauft - durch Schlepper nach Ägypten. Seine Begabungen und die Offenheit der Einheimischen lassen ihn zu einem Beispiel gelungener Integration werden", berichtet Julia Müller, Leiterin der Evangelischen Jugend in Radevormwald.

Die Unterdrückung und Ausbeutung in Ägypten sei die prägende Erfahrung für das Volk Israel. Gott erhöre das Rufen seines Volkes und führe es unter Mose in die Freiheit. "Das Buch Rut erzählt in eindrücklicher Weise davon, wie eine Ausländerin gastlich aufgenommen wird. Dass Jesus selbst bereits als kleines Kind der Verfolgung ausgesetzt war und die junge Familie nach Ägypten floh, ist ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass Verfolgung die ersten Christen gleichsam in alle Welt vertreibt. Gerade so wird aber die Frohe Botschaft ausgebreitet", schreibt Julia Müller.

Von bleibender Aktualität seien die biblischen Gebote zum Schutz von Ausländern. Diesen gehe ein zweiter Teil der Ausstellung nach. Die prinzipielle rechtliche Gleichstellung der Fremden, das Gebot der Nachlese, das das Überleben ermöglicht, Gottes Zuwendung zu den Schwachen und damit auch zu den Ausländern, aber auch das Wissen um die eigene Fremdheit in der Welt prägen die biblische Tradition. "Dass Jesus die Offenheit und Freundlichkeit gegenüber allen Menschen als Kriterium für die Glaubwürdigkeit christlichen Glaubens darstellt, ist eine bleibende Herausforderung", schreibt Julia Müller in der Ankündigung zur Ausstellung in zwei Gemeindehäusern.

Mo. und Di. 7. und 8. März, 11 bis 18 Uhr; Mi. 9. März, 11 bis 13 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ludwig-Beck-Straße; Mi. 9. März, 14 bis 18 Uhr, und Do. und Fr. 10. und 11. März, 11 bis 18 Uhr, Wartburghaus, Andreasstraße.

(rue)
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