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Radevormwald
Warnung - Fuchsräude grassiert in Rade

Radevormwald. Revierübergreifend wurden am Wochenende 29 Füchse erlegt. Durch die medikamentöse Tollwut-Immunisierung ist der Bestand an Tieren über die Jahre ständig gestiegen. Der Fuchs profitiert dabei von seiner verborgenen Lebensweise. Von Joachim Rüttgen

Besorgniserregende Nachrichten gibt es von den Jägern aus Radevormwald: Während der Fuchswoche wurden revierübergreifend Füchse bejagt und 29 Tiere waidgerecht erlegt. "Erschreckend war dabei die hohe Anzahl der Füchse, die an Fuchsräude erkrankt waren. Auch für die Jäger kein schöner Anblick, denn durch die Krankheit verliert der Fuchs sein Fell, einige hatten schon kein Fell mehr am Rücken und an der Lunte. Durch die Infektion waren einige Füchse schon sehr schwach. Wären sie nicht erlegt worden, hätten sie einen qualvollen Tod erleiden müssen", berichtet Claudia Möllney. Sie ist Naturpädagogin, Pressesprecherin der Hegegemeinschaft und des Hegerings Radevormwald. Sie warnt eindringlich vor der Fuchsräude, denn sie ist ansteckend - und deshalb auch eine Bedrohung für alle freilaufenden Tiere.

Betroffen seien neben dem Fuchs vor allem freilaufende Haustiere. Es gebe keine Grenzen zwischen den Tierarten - "und auch Menschen können sich infizieren. Mögliche Anzeichen für die Fuchsräude ist ein starker Juckreiz", erklärt Claudia Möllney. Nach der Fuchsjagd trafen sich die mehr als 50 Jäger noch zum bereits zur Tradition gewordenen Frühstück im Bauerncafé. "Eine gute Gelegenheit der Jäger, Kontakte zu pflegen und sich über die Reviere und Hegemaßnahmen auszutauschen", schreibt Claudia Möllney. Die Jagdhornbläser gestalteten den musikalischen Rahmen. Für die Jäger waren die Wetterbedingungen bei der Jagd optimal: mit reichlich Schnee und einem guten Mond. "In Radevormwald kommt der Fuchs in unseren Jagdrevieren überall vor. Durch die medikamentöse Tollwut-Immunisierung ist der Fuchs im Besatz ständig angestiegen. Der Fuchs profitiert dabei von seiner verborgenen Lebensweise und seiner enormen Anpassungsfähigkeit", erläutert Claudia Möllney. Der Fuchs sei ein typischer Kulturfolger. Als Raubwild vertilge er hauptsächlich Kleinsäuger wie Mäuse, erbeute aber auch Bodenbrüter und Niederwild.

Quelle: RP
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