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Radevormwald
Warnung vor falschen Polizisten

Radevormwald. Die Polizei warnt erneut vor Betrügern, die im Oberbergischen aktiv sind und sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Jeweils in den späten Abendstunden erhielten am Dienstag eine 90-Jährige aus Waldbröl und eine 56-Jährige aus Gummersbach Anrufe von angeblichen Polizeibeamten.

Im ersten Fall gab sich der Anrufer als Beamter des Landeskriminalamtes aus, der wegen Einbrüchen in der Nachbarschaft ermittele. Bei festgenommenen Mitgliedern einer Einbrecherbande habe man ein Notizbuch sicherstellen können, in der sich der Name der 90-Jährigen mit dem Hinweis "alleinstehend" befunden habe. Als die 90-Jährige angab, dass sich bei ihr ein Einbruch sowieso nicht lohnen würde, ließ das Interesse nach.

Im zweiten Fall war es die 56-Jährige, die das Gespräch, wie von der Polizei empfohlen, durch Auflegen schnell beendete. Auch ihr hatte der angebliche Polizist die Geschichte von umherstreichenden Einbrechern auftischen wollen.

Die Polizei warnt seit längerem vor der Betrugsmasche, die 2017 deutlich zugenommen hat, berichtet Polizei-Pressesprecher Michael Tietze. Die Betrüger versuchen, bei ihren meist nächtlichen Anrufen Angst zu schüren und ihre Opfer zur Herausgabe von Geld und Wertgegenständen zu veranlassen, damit diese im Verlauf der Nacht nicht gestohlen werden können. Die Polizei rät, Telefonate durch Auflegen zu beenden und Anzeige zu erstatten. Die Polizei wird sich nie am Telefon über Wertsachen im Haus erkundigen oder Geld und Schmuck in Verwahrung nehmen.

Informationen bei der polizeilichen Beratungsstelle unter Tel. 02261 8199880 oder im Internet unter https://polizei.nrw/artikel/sicherheit-fuer-aeltere-menschen

(wos)
 
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