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Radevormwald
Wasserspiegel im "life-ness" steigt wieder

Radevormwald: Wasserspiegel im "life-ness" steigt wieder
Weil die Unterwasser-Lampen im Freizeitbecken ausgetauscht werden und es noch andere Reparaturen gibt, sind große Teile des Wassers abgelassen worden. Ronald Eden kam gestern fast trockenen Fußes durchs Becken. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Bis zur Wiedereröffnung am kommenden Samstag wird die umfangreiche Grundreinigung im Freizeitcenter abgeschlossen sein. Handwerker stellen die Beleuchtung auf LED-Licht um, berichtet Geschäftsführer Ronald Eden. Von Wolfgang Scholl

Handwerker, Dienstleister und Lieferanten geben sich seit Montag im "life-ness" die Klinke in die Hand. Mit einem umfangreichen Programm wird saniert, repariert und ausgetauscht. "Wir haben bis zum Freitagabend, bis zur Grundreinigung, ein sehr ambitioniertes Programm", sagt Bäder-Geschäftsführer Ronald Eden. Die Tage vor den großen Ferien hat er gewählt, weil zum Beispiel das Schul- und Vereinsschwimmen langsam ausläuft. "Wir haben die Revisionsarbeiten auf fünf Tage beschränkt, weil wir uns nicht mehr erlauben können und wollen", sagt Eden.

Ein großer Punkt ist die Erneuerung der Beleuchtungsanlage. "Wir stellen um auf LED und erhalten eine 40-Prozent-Bundesförderung", sagt Eden. Der Vorteil: Es wird sehr viel Energie gespart und es wird heller. Insgesamt soll es im Haus überall heller werden. Auch moderne Bewegungsmelder-Technik hilft zu einer besseren Energiebilanz. Im Schwimmbad zum Beispiel werden die Unterwasserscheinwerfer ausgetauscht. Die neuen brauchen nur noch 30 Prozent des Stroms und geben ein besseres Licht. Die Stadt hatte dieses Bundes-Programm auch bei den Sporthallen in Anspruch genommen. Etwa 50 000 Euro verschlingen die Arbeiten.

Tätig sind die Handwerker aber auch in anderen Räumen. Die Duschräume erhalten neuen Fliesenspiegel, Toiletten einen neuen Abfluss zur schnelleren und besseren Reinigung. "Das Haus ist am 4. Juli vor sechs Jahren eröffnet worden, da hat man einen regelmäßigen Erneuerungsbedarf", sagt Eden. Er arbeitet als Vorgabe der Politik möglichst häufig mit örtlichen Handwerkern wie Arcieri, Beste, Bürger, Evertsberg, Gernath, harveycom oder Schreiber zusammen, "weil die das Haus kennen und schnell vor Ort sind".

Miterledigt werden die vom Gesetzgeber geforderten Arbeiten wie das Reinigen und Desinfizieren des Schwallwasserbehälters unter Atemschutz. Dort läuft das abfließende Wasser ein und fließt durch die Filter zurück in die einzelnen Becken. Ausgetauscht werden auch mehrere Schieber der großen Filteranlage. Es mache sich bemerkbar, das man Schritt für Schritt erneuere. So werde auch in den verschiedenen Aggregaten der Technik im Vergleich zu früher inzwischen ein Drittel der Energie eingespart. Die Chloranlage wird in zwei Jahren erneuert, weil dann eine neue EU-Richtlinie in Kraft tritt. "Da suchen wir schon nach kostengünstigen Lösungen", sagt Ronald Eden.

Damit die Arbeiten in den fünf Tagen geschafft werden, packen auch die "life-ness"-Mitarbeiter mit an und tauschen kleinere Teile aus, durchforsten die Lagerräume oder geben der Holzbohlensauna einen neuen Schutzanstrich, damit das Holz dauerhaft hält. "Um die Terrasse im Saunagarten bauen wir auch noch einen kleinen Zaun als Sichtschutz", sagt der Badmanager.

Etwa 100 000 Euro investiert das "life-ness" bis Ende Juli in den Fitnessbereich, "unser stärkstes Profit-Center", sagt Eden. Die Empore erhält einen neuen Boden und neue Geräte. "Dieser Bereich, der elektrisch vom ,Nessi-Kinderland´ erschlossen wird, soll Ende Juli nach der Schulung der Mitarbeiter in Betrieb genommen werden. "Der untere Bereich läuft natürlich weiter. Der Wettbewerb ist hoch dynamisch. Da müssen wir was tun", sagt Eden. Insgesamt nimmt die Bäder GmbH, die von der Stadt unterstützt wird und mit den Stadtwerken verbunden ist, in diesem Jahr 175 000 Euro in die Hand, um das 2009 eröffnete Center weiter aktuell auf dem neuesten Standard zu halten. Für das "Nessi-Kinderland" zum Beispiel werden bis Jahresende zwei neue Spielgeräte angeschafft. Das große Krokodil ist inzwischen verschlissen.

Quelle: RP
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