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Radevormwald
WFG will Neubau an der Nordstraße

Radevormwald: WFG will Neubau an der Nordstraße
Diese drei abrissreifen Häuser an der Nordstraße werden wahrscheinlich noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2018 einem größeren Neubau weichen. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) hat dem Neubau eines Hauses an der Nordstraße zugestimmt. Im September soll das Votum des Stadtrates folgen. Der Neubau hat 1256 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Von Wolfgang Scholl

Noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2018, könnten die Bagger an der Nordstraße anrücken und drei Häuser auf der Fläche zwischen Nord- und Burgstraße abreißen. Dafür hat am Dienstagabend der WFG-Aufsichtsrat den ersten Schritt getan. "Wir brauchen aber noch die Genehmigung des Stadtrates", sagt der Beigeordnete Frank Nipken, der auch WFG-Geschäftsführer ist.

In den nächsten Tagen sollen jetzt die Gespräche mit anderen Behörden wie dem Denkmalschutz und dem Oberbergischen Kreis (Kommunalaufsicht) folgen, damit im September erste Ergebnisse bereits vorliegen. "Ich rechne jetzt nicht mehr mit weiteren Problemen", sagt Nipken.

Diese drei Häuser an der Burgstraße wichen im Jahr 2010 einem Investoren-Neubau mit Eigentumswohnungen. FOTO: Nico Hertgen (Archiv)

Dieser Neubau zählt zu einem Projekt Umfeldverbesserung Nord- und Burgstraße, das vor etwa zehn Jahren angestoßen worden ist und dessen erste Teile die Abrisse mehrerer Häuser waren, verbunden mit dem Bau eines größeren Hauses und mehrerer Parkplätze. 2010 hatte die Stadt die drei Häuser an der Nordstraße erworben und sie der WFG übertragen. Eine Investitionssumme von etwa vier Millionen Euro, die vor einiger Zeit für den Neubau im Raum stand, wollte Nipken gestern nicht bestätigen.

Festgelegt worden ist nach einer weiteren Überarbeitung der Baupläne, dass die Bruttogeschossfläche bei 1256 Quadratmetern liegen wird. Der Bau soll sich in das Umfeld einpassen und zehn Tiefgaragenplätze haben. Der Zugang zu den Häusern soll von der Nordstraße erfolgen. Gebaut werden Wohnungen und Büroflächen, so, wie es der für den Bereich gültige Bebauungsplan vorsieht. Während die Wohnungen und einige Flächen an Dritte vermietet werden sollen, werden in dem Haus auch das Jugendamt, das Schulamt und auch die WFG neue Räume bekommen. Die Stadt hatte vor einiger Zeit beschlossen, das Mietverhältnis für das Haus an der Kaiserstraße 140 (frühere Post, heutige Verteilstelle im Untergeschoss) aufzugeben.

An der Stelle dieses alten Hauses gibt es seit 2011 einige Parkplätze in einem abgetrennten Bereich. FOTO: Hans Dörner (Archiv)

Finanziert wird der Neubau in einer Kooperation zwischen der WFG und der Stadt, da die WFG alleine nicht über die nötigen Finanzmittel verfügt. Wegen der großen Bedeutung und des Umfangs soll der Stadtrat dem Projekt im September zustimmen. Es gebe ein großes Interesse an dem Objekt. Die Vertreter der Fraktionen in der Aufsichtsratssitzung hätten die Zustimmung einiger Fraktionen signalisiert. Die laufende Miete soll den Schuldendienst decken. Der Kredit wird wegen der Vereinbarung mit der WFG nicht im städtischen Haushaltsplan auftauchen. Das hat den Vorteil, dass nicht auf den Haushalt 2018 gewartet werden muss.

Sobald der Ratsbeschluss vorliegt, möchte die WFG mit den Anträgen für Abriss und Neubau beginnen. "Wir würden gerne möglichst bald mit dem Abriss der Häuser beginnen, weil der Zustand der Gebäude schlecht ist", sagt Frank Nipken.

FOTO: Flora Treiber

Er sieht das Projekt auch als richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Weststadt II an. Die Stadt gehe voran und investiere in ein erstes Projekt, dem in dem gesamten Umfeld in den kommenden Jahren noch zahlreiche weitere folgen sollen.

Quelle: RP
 
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