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Osterfeuer in Radevormwald
Feuer erleuchtet die Osternacht in Önkfeld

Wie das Osterfeuer in Önkfeld in Radevormwald war
Unter der Aufsicht der Feuerwehr brannte das Osterfeuer in Önkfeld bis in die frühen Morgenstunden des Ostersonntags. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Das große Osterfeuer in Önkfeld brannte am Samstagabend lichterloh. Viele Familien feierten unter freiem Himmel in den Ostersonntag. Zudem wurde das Feuer in die lutherischen Kirche zum Gottesdienst gebracht. Von Flora Treiber

Die Löschgruppe Önkfeld der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald verbrachte den Samstagmorgen mit der Aufschichtung des Osterfeuers. Der Grünschnitt des gesamten Dorfs wurde auf der großen Wiese am höchste Punkt von Oberönkfeld aufgestapelt. Unter der Leitung von Einheitsführer Oliver Sieberg und Feuerwehrmann Manfred Osenberg liefen die Vorbereitungen des Feuers reibungslos ab. "Das Wetter ist heute ganz gut. Es weht kein Wind, und die Wiese ist feucht. Besser könnte es eigentlich nicht sein", sagte Osenberg. Aufgeschichtet wurde das Holz erst am Tag des Feuers, damit sich keine Tiere in dem Laub und Holz einnisten konnten.

Abends, nach dem Ostereierkippen im Haus der Kulturgemeinde, zündeten die Feuerwehrleute das Osterfeuer an, das den dunklen Abend und die ganze Nacht erhellen sollte. Obwohl weniger Menschen als in den vergangenen Jahren kamen, war die Stimmung gut.

Yvonne Ziegler nutzt den Ostersamstag jedes Jahr, um mit ihrer Familie zu feiern und zusammen zum Osterfeuer zu gehen. Zu der vertrauten Runde gehörten auch Lea und Patrick Pawlowski, die extra aus Recklinghausen angereist waren. "Wir sind jedes Jahr hier. Das Feuer gehört einfach mit zu Ostern, und wir genießen die Zeit mit unserer Familie", sagte die gebürtige Radevormwalderin, während sie sich am Feuer wärmte. Nach einigen Versuchen brannte dieses lichterloh und war auch von anderen Dörfern her zu sehen. Die Startschwierigkeiten des Feuers störten am Samstag aber niemanden.

Susanne Fischer, nicht nur Vorstandsmitglied der Kulturgemeinde, sondern auch Presbyterin der lutherischen Kirche, war froh über die Geselligkeit am Osterfeuer. Sie hat seit einigen Jahren die Aufgabe übernommen, das Osterfeuer von der Natur in die Kirche an der Burgstraße zu bringen. "Der Gedanke ist, dass ich das Feuer von der Dunkelheit und Ruhe in die Kirche bringe, die sich im Laufe der Osternacht erhellt", erläuterte sie. Der Gottesdienst zur Osternacht geht fast bis Mitternacht und ist für die lutherische Kirche der Start in das gemeinsame Fastenbrechen und die Vorbereitung auf das Osterfest.

Wenn es das Feuer von Oberönkfeld in die Innenstadt geschafft hat, wird es von dort aus weiter verteilt. Pfarrer Philipp Müller hielt vor dem Osterfeuer eine kurze Andacht in dem Haus der Kulturgemeinde und erinnerte an die Ostergeschichte. "An Ostern gibt Gott uns Kraft, ist bei uns. Er spendet Hoffnung und Zuversicht", sagte Philipp Müller.

Die Löschgruppe Önkfeld bewachte das Feuer bis zum Morgen. "Die Brandwache wird solange dauern, bis keine Gefahr mehr von dem Feuer ausgeht", betonte Osenberg.

Quelle: RP
 
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