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Radevormwald
Wiedersehen der "Waldkampfbahn"-Fußballer

Radevormwald: Wiedersehen der "Waldkampfbahn"-Fußballer
Erinnerungen an die gute alte "Waldkampfbahn"-Zeit: Die ehemaligen Tuspo-Spieler hatten sich viele Anekdoten zu erzählen. FOTO: Heymann
Radevormwald. Zum Treffen ehemaliger Fußballer von Tuspo 1883 Dahlhausen, die noch bis 1971 auf dem Sportplatz "Waldkampfbahn" in der Nähe von Frielinghausen gespielt hatten, bot sich das Restaurant "Zur alten Bruderschaft" in Beyenburg schon vom Namen her besonders an. Jürgen "Razze" Radermacher hatte nach vielen Jahrzehnten ehemalige Tuspo-Urgesteine eingeladen. Er selbst ist seit vielen Jahren Jagdaufseher in Wilhelmstal. Dieses Revier schließt das Gebiet um den alten Sportplatz "Waldkampfbahn" mit ein.

Dem Ruf folgten 13 frühere Tuspo-Spieler sowie Marion Becker, seit 42 Jahren Ehefrau von Ulrich "Uli" Becker. Beide waren aus Bad Neuenahr/Ahrweiler angereist. "Es wurde eine ,dritte Halbzeit' mit vielen positiven und negativen Erinnerungen. Jeder hatte etwas zu sagen", berichtet Manfred Heymann. Da ging es um die alte Kneipe von August Jantos an der Hardtstraße, wo viel Geld an der Theke unvernünftig ausgegeben worden war. Oder um die hygienischen Zustände in den Umkleidekabinen und der Waschküche im Keller bei Jantos. Bis Ende der 1960er Jahre machten sich die Sportler nach dem Training oder Wettkampf in zwei Zinkbadewannen frisch. Heymann: "Der Schweiß von elf Spielern wurde in einer Wanne abgewaschen. Für die Aktiven der gegnerischen Mannschaft klang das Spiel in der zweiten Wanne aus. So war das damals."

Gehört wurden auch Ralf Bergerhoff und Ulrich Becker, die später als Schiedsrichter gelbe und rote Karten verteilten. Man hörte noch einmal die Äußerungen von "Schiri" Becker zu den Spielern vor dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit: "Meine Herren, jetzt bitte etwas schneller spielen! Dann sind wir auch früher fertig." Werner Arndt berichtete über Ernst-Rainer Bisterfeld (Motorboot-Weltmeister 1973 und Tuspo-Vorsitzender) und Fußball-Lehrer Vitus Sauer (früher Spieler in der Oberliga West beim Wuppertaler SV und danach als Lizenz-Trainer auch bei Tuspo 1883 Dahlhausen aktiv).

Das "Waldkampfbahn"-Fieber hatte Karl-Albrecht "Charly" Klempnow seit den späten 1950er Jahren mit Fotos und Presseartikeln aus der BM dokumentiert.

Eine weite Anreise hatt auch Werner Günther, der bei Bielefeld wohnt und sich mit den "alten Helden" Wilhelm Günther, Manfred "Manni" Neumann, Rainer Riemann, Peter Sander, Peter Stommen und Hermann Wilger treffen wollte.

(rue)
 
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