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Serie Halbzeit Der Wahlperiode
Wohltuende atmosphärische Verbesserung in der Politik

Serie Halbzeit Der Wahlperiode: Wohltuende atmosphärische Verbesserung in der Politik
FOTO: Hertgen Nico
Radevormwald. Die UWG-Fraktion kämpft weiter für einen Kunstrasen auf dem Sportplatz Brede. Die Prozesse im Rathaus sollen weiterentwickelt werden. Von Wolfgang Scholl

Radevormwald Bernd-Eric Hoffmann, der Fraktionsvorsitzende der UWG, sieht in atmosphärischen Verbesserungen in der Kommunalpolitik ein sehr gutes Zeichen. Die Zusammenarbeit der Fraktionen, aber auch die mit dem Rathaus, sei besser geworden. Johannes Mans als Bürgermeister kooperiere sehr gut mit den Kommunalpolitikern. So seien inhaltlich endlich Themen einem Ende zugeführt worden wie beispielsweise der Prozess um die Derivate und der erste Teil von Wülfing. Hoffmann hat zudem den Eindruck, dass die Verwaltung deutlich mehr auf den Bürger zugeht. "Verwaltung und Politik sind dem Bürger gegenüber offener. Das hängt auch mit Johannes Mans zusammen", sagt Hoffmann und nennt als Beispiel das derzeit im Umbau befindliche neue Haus der Begegnung am Schlossmacherplatz.

Als sehr positiv bewertet der UWG-Fraktionsvorsitzende auch die Einführung der Sekundarschule. Dafür habe sich auch die UWG sehr stark eingesetzt. Hoffmann sieht die Entwicklung der Gymnasien zurück zur Regelung G9 (Abitur nach neun Jahren) als positiv. Er glaubt, dass angesichts der Schülerzahlen auch das Thema Gesamtschule eines Tages noch einmal auf die Tagesordnung kommt.

Als nicht geschafft sieht Hoffmann die Umstrukturierung im Rathaus. "Die Aufgaben sind noch nicht so verschoben und die Prozesse noch nicht so entwickelt, wie dies geschehen sollte", sagt Hoffmann. Es gebe noch nicht die Prozessoptimierung, die dazu führe, dass auch die Mitarbeiter zufriedener werden, sagt Hoffmann, der 2015 für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters kandidiert hatte.

Für die kommenden drei Jahre bis zur Kommunal- und Bürgermeisterwahl möchte die UWG-Fraktion "in den Wupperorten weiterkommen". Dazu gehört besonders der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Sportplatz Brede. Wenn dies über das Förderprojekt "Starke Quartiere, starke Menschen" nicht möglich sei, dann sollte die Finanzierung aus städtischen Mitteln ermöglicht werden. "Der Haushalt gibt das durch andere Entlastungen her", sagt Hoffmann, der ergänzt, dass das Projekt eine gute Unterstützung für die Keilbeck wäre, "denn da oben spielt das Leben", sagt er. Es gehe darum, den gesamten Standort attraktiver zu gestalten und für Eltern so interessant zu machen, dass sie sich überlegen, auf die Brede in die Wupperorte zu ziehen. Eltern sollten ihre Kinder ruhigen Gewissens in den Sportverein schicken können.

Bei Wülfing sieht Hoffmann einen Durchbruch mit der Möglichkeit, die Sanierung zu einem ordentlichen Ende zu bringen. Langfristig sieht der UWG aber den Bedarf professioneller Betreuung für das Gesamtprojekt mit Museum, Halle und Events.

Weitere Themen seien die Stabilisierung der Kitas und die Schulentwicklungsplanung. Es sei durchaus möglich, die Katholische Grundschule an der Hermannstraße zu etablieren. Man hoffe auf das Konzept von Schulbegleiter Heinz Gniostko. Die Haushaltssituation mit steigenden Einnahmen und sparsamen Ausgaben könne durchaus zu einem früheren Haushaltsausgleich als 2022 führen.

Quelle: RP
 
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