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Radevormwald
Wülfing-Baupläne werden aktualisiert

Radevormwald: Wülfing-Baupläne werden aktualisiert
Im städtischen Wülfing-Trakt, einem der früheren Produktionsgebäude des Textilunternehmens, gibt es auf mehreren Etagen noch ungenutzte Flächen. Sie könnten zur Finanzierung der Betriebskosten reaktiviert werden. FOTO: Moll (Archiv)
Radevormwald. Die Verwaltungsspitze hat in der vergangenen Woche die nächsten Schritte der Wülfing-Sanierung vereinbart. In den Juni-Sitzungen der Ausschüsse sollen die aktualisierten Ideen vorgestellt und mit den Politikern abgestimmt werden. Von Wolfgang Scholl

Die Zukunft des städtischen Teils auf dem ehemaligen Wülfing-Gelände steht demnächst wieder einmal im Fokus der Ausschussarbeit von Verwaltung und Kommunalpolitik. Vorgabe der Verwaltung ist es, dass die Aufgabenstellung neu zusammengestellt und mit dem Fördergeber, der Bezirksregierung, abgesprochen wird. "Danach soll die Stelle des Projektbegleiters ausgeschrieben werden. Dabei können ihm nach der Vorbereitungsarbeit dann konkrete Vorgaben gemacht werden", sagt Julia Gottlieb, die für die Bauverwaltung zuständig ist.

Sie möchte diese Planungen möglichst bis zu ihrem Wechsel nach Solingen auf den Weg bringen. Abgesprochen worden ist diese Vorgehensweise zwischen ihr, Bürgermeister Johannes Mans, dem Beigeordneten Frank Nipken und Burkhard Klein, der die Wülfing-Sanierung bisher begleitet hat und der die Ausschreibung und Vergabe bearbeiten wird. Die Verwaltung wird der Politik deshalb im Juni neben einem finanziellen Status auch einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie und mit welchen Zielen es weitergehen könnte.

In einem ersten Schritt soll das Integrierte Handlungskonzept für Wülfing aktualisiert werden. Dabei sollen unter anderem die vor vielen Jahren definierten Vorgaben für die Sanierung, die nach 1998 begonnen hat, überprüft, angepasst und erneuert werden. "Wir haben bereits einiges erreicht, anderes aber noch nicht", sagt Gottlieb. So sind die Museumsräume saniert worden, und es gibt erste Bürovermietungen. Große Flächen der oberen Etagen müssten aber noch für eine weitere Nutzung saniert werden. Bei der Dachsanierung gibt es noch einen seit vielen Jahren laufenden Rechtsstreit. Das neue Konzept wird vom Fördergeber genehmigt, bevor die Stelle des Projektbegleiters in Absprache mit dem Rechnungsprüfungsamt ausgeschrieben wird. Die Stadt hatte sich vor Jahren von ihrem Projektbegleiter getrennt.

Begonnen wird bald auch mit dem Austausch der Fußgängerbrücke am hinteren Teil des Wülfing-Geländes, die die Wupperstraße mit Grunewald verbindet. Diese alte Wupperbrücke, über die der Wald-Wasser-Wolle-Weg läuft, war als dauerhaft nicht mehr sicher angesehen worden. Die Stadt hatte deshalb im vergangenen Jahr den Austausch der Brücke beschlossen. Gewartet worden ist mit den Arbeiten bis zum Wandertag der Stadt, da es für die Anwohner und Wanderer beim Neubau für einige Wochen Umwege geben muss. Eine provisorische Ersatzbrücke für die Zeit des Brückenbaus war als zu teuer abgelehnt worden. Die Gesamtkosten sollen knapp 200.000 Euro betragen. Die neue Brücke wird eine beschichtete, leichte Aluminium-Brücke sein, die nur etwa acht Tonnen wiegt. Die Brücke wird 2,5 Meter breit sein, das Geländer 1,30 Meter hoch. Weil die Stelle mit Lkw nur schwer zu erreichen ist, hatte die Verwaltung diese Leichtbau-Variante gewählt. Ein mittelgroßer Kran soll den Brückenkörper später auf die neu vorzubereitenden Fundamente aufsetzen.

In diesem Sommer soll als weiterer Schritt für die Fertigstellung der Museumsetage eine Trennungswand zwischen dem Museum und der Cafeteria eingebaut werden, damit beide Bereiche getrennt genutzt werden können, die Brandschutzsicherung mit zweitem Rettungsweg aber gewährleistet ist.

Die oberen Etagen sollten nach den ersten Plänen so entwickelt werden, dass sie vermietet und mit den Einnahmen die Betriebskosten für den großen Gebäudekomplex dauerhaft gedeckt werden können.

Im Erdgeschoss hatte die Stadt vor einiger Zeit überlegt, einen weiteren Museumstrakt einzurichten, um die Bismarck-Zweiräder als weiteres Stück der Radevormwalder Industriegeschichte präsentieren zu können.

Quelle: RP
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