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Radevormwald
Wupperaner lehnen Schließung der Sparkassenfiliale weiter ab

Radevormwald. Wer geglaubt hatte, dass sich die Aufregung um die Schließung der Sparkassenfiliale in Dahlerau zum 1. Oktober mittlerweile gelegt hat, täuscht sich. Das sagt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Rosemarie Kötter, die sich zusammen mit Hans Golombek für den Erhalt der Filiale stark macht. "Die Leute sind nicht beruhigt", sagte sie gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Viele Bürger fänden die Situation schrecklich und noch schlimmer als befürchtet. Denn bereits zweimal sei der Geldautomat defekt gewesen. "Also gab es noch nicht einmal Geld", sagt Rosemarie Kötter. Auch Wupperaner mit ausgefüllten Überweisungen mussten wieder abziehen, denn das ist im Selbstbedienungskonzept der Sparkasse nicht vorgesehen, dass Überweisungen in einen Briefkasten eingeworfen werden können. "Ich habe einigen erklärt, wie sie eine Überweisung auch manuell am Automaten eingeben können, aber das verstehen viele nicht oder es ist ihnen schlichtweg zu kompliziert", sagt sie. Auch Geschäftsleute hätten ihr schon ihr Leid geklagt, denn sie müssten nun jedes Mal in die Innenstadt fahren, um Wechselgeld zu besorgen oder die Tageseinnahmen einzuzahlen. Von Joachim Rüttgen

"Der Investor am Wuppermarkt gibt sich richtig viel Mühe und setzt sich ein, die Leute hier brauchen aber auch eine Sparkassenfiliale mit Personal", sagt Rosemarie Kötter. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, startet sie jetzt zusammen mit Hans Golombek eine Unterschriftenaktion in den Wupperorten. "Außerdem gehen wir auf die Bürger direkt zu und klingeln an den Türen", kündigt sie an. Die Listen liegen aus in der Wupper-Apotheke und beim Friseur Hückesfeld (beide Keilbecker Straße) sowie in der Postagentur Budde am Wuppermarkt.

Mit ihrer Unterschrift appellieren die Unterzeichner an den neuen Chef der Sparkasse, Frank Jäschke, die Zweigstelle in Dahlerau zu erhalten und die falsche Entscheidung der Schließung rückgängig zu machen. Die Aktion soll bis Ende nächster Woche laufen, dann will Rosemarie Kötter einen Termin bei Jäschke vereinbaren, um ihm die Unterschriften zu überreichen. "Wir hoffen, dass der neue Mann an der Spitze der Sparkasse die Situation anders bewertet", sagt Rosemarie Kötter.

Denn dass die Filiale an der Kirchstraße Zulauf hat, stellten Kötter und Golombek bei einer kleinen, nach eigenen Angaben nicht angekündigten Umfrage kurz vor der Schließung fest: "An zwei Tagen standen wir für jeweils eine Stunde vor der Filiale, um die Kunden zu befragen, und da kamen jeweils mehr als 20 Bürger", sagt Rosemarie Kötter. Nicht nur die Älteren hätten da die Schließung als Katastrophe für die Wupperorte bezeichnet.

Quelle: RP
 
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