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Radevormwald
Wupperchöre setzen eine Tradition fort

Radevormwald: Wupperchöre setzen eine Tradition fort
Festlich zu ging es am Sonntag wieder beim Konzert der Wupperchöre in der Kirche Keilbeck. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. In der evangelischen Kirche Keilbeck trafen sich wieder zahlreiche Chöre und Singgemeinschaften, damit die Besucher den dritten Adventssonntag musikalisch genießen konnten. Die Organisation hat 2015 Serenita Önkfeld übernommen. Von Sigrid Hedderich

Dem schönen Solo-Gesang am Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche Keilbeck konnte vermutlich nichts etwas anhaben. Die Stimme von Lena Lorens nahm es sogar mit den kräftigen Klängen der Hörner und Posaunen auf. Auch am Ende ging der sanfte Klang ihrer hellen Stimme inmitten der vielen Instrumente nicht unter - und der "Gabriellas Song" von Stefan Nilsson wurde zu einem Hörgenuss.

Die Instrumente gehörten dem Posaunenchor Keilbeck, der unter der Leitung von Thomas Klöckner die schon fast ungewöhnliche Begleitung der jungen Sängerin bildete. Zuvor hatte der Posaunenchor schon für einen triumphalen Konzertstart gesorgt. Das musikalische Vorspiel zu "Mach hoch die Tür" erwies sich als ein grandioser Vorbote schöner Weihnachtsmusik. Alle Gäste in der voll besetzten Kirche sangen den bekannten Liedertext des beliebten Adventsliedes und schienen dabei bereits die Atmosphäre zu genießen.

Mehr als 300 brennende Teelichter in den Fenstern der Kirche unterstrichen den festlichen Charakter des Konzertes, das am Sonntag zum 45. Mal in dieser Kirche geboten wurde. Neu gestaltete sich die Begrüßung der Besucher des Weihnachtskonzertes an der Wupper. Diese wurde über Jahrzehnte von Pastor Erhard Falkenhagen ausgesprochen. Nach dessen Ausscheiden hat es sich das Presbyterium auf die Fahne geschrieben, die Konzertgäste weiterhin freundlich zu empfangen. Presbyter Mathias Dietrich dankte in seinen Worten Helfern, Organisatoren und Teilnehmern für die zahlreichen Probestunden in der Vorbereitungszeit.

"Wir erhalten mit diesem Konzert eine doppelte Belohnung. Erst einmal den Genuss der Musik, zum anderen den Erlös, der für die Renovierung unserer Kirche bestimmt ist", sagte Dietrich. Er nannte das Konzert Trost und gleichzeitig Ansporn in der weihnachtlichen Zeit, um innezuhalten und aufzustehen, die Welt ein Stückchen besser werden zu lassen.

Die Seniorensinggemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde Dahlerau sang denn dann auch passend zu diesen Worten: "Das ist die stillste Zeit im Jahr, immer wenn es Weihnachten wird." Weiter hatte sich der gemischte Chor unter der Leitung von Lothar Körschgen das Lied "Engel haben Himmelslieder angestimmt" als Konzertbeitrag ausgewählt. Der "Bruder" dieser Singgemeinschaft, der Singkreis Remlingrade, war mit den Stücken "Wir sind jeder ein Stern" und "Freue dich Welt" dabei. Auch dieser Kreis wird von Körschgen geleitet. Beide Chöre standen gemeinsam im Altarraum und sangen abwechselnd und auch gemeinsam. Hier überraschten die Sänger mit einem flotten Gospel in englischer Sprache: "The Virgin Mary had a Baby Boy".

Weitere Advents- und Weihnachtslieder boten der Frauenchor "Hobby Singers" unter der Leitung Adriana Gerl und der "Lenneper Frauenchor" mit Martin Storbeck. Der gemischte Chor "Serenita Önkfeld", der das Konzert in diesem Jahr organisiert, sang drei Stücke, darunter das "Es kommt ein Schiff geladen".

Kantor Bernhard Nick war mit dem Kirchenchor "Cäcilia" Vogelsmühle gekommen, um bekannte Lieder wie "Maria durch ein Dornwald ging" zu präsentieren. Jeder einzelne Titel nahm die Zuhörer mit in eine weihnachtliche Stimmung. Da wurde das gemeinsam gesungene Lied "O, du fröhliche" zu einem stimmgewaltigen Abschluss eines Konzertes, das Annette Busch auf der Orgel begleitete.

Quelle: RP
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