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Radevormwald
Wupperschiene und DTV wollen Leader-Geld

Radevormwald: Wupperschiene und DTV wollen Leader-Geld
Armin Barg (l.) und Jochen Kersting (r.) wollen für ihre Draisinen-Angebote einen Antrag auf Förderung durch das Leader-Projekt stellen. FOTO: hn- (Archiv)
Radevormwald. Die Museumseisenbahner und der Dahlerauer TV wollen einen Förderantrag stellen. Die Projektleiter von "Bergisches Wasserland" haben ein zweites Mal im Rader Rathaus die Vereine informiert. Von Flora Treiber

Das Leader-Projekt soll den ländlichen Raum fördern und Vereinen und anderen Institutionen die Möglichkeit geben, neue Projekte umzusetzen. Die Bewerbung um die Fördergelder und die Skizzierung des Projekts muss in diesem Jahr bis zum 30. September als Antrag eingereicht werden. Die zweite Förderphase beginnt im nächsten Jahr im Februar.

Martin Deubel, Regionalmanager des Leader-Projekts "Bergisches Wasserland" hat das Projekt und den Weg zu einem Antrag am Dienstag ein letztes Mal im Rathaus vorgestellt. Gekommen waren viele Vereinsvertreter, von denen sich manche schon über zwei Jahre mit Leader auseinandersetzen, manche aber auch erst jetzt anfangen, über einen Antrag nachzudenken.

Gila Hüssing, Vorsitzende des Dahlerauer TV (DTV) hat das Konzept zu ihrem Projekt in den letzten Jahren entwickelt, viele Gespräche geführt und wartet darauf, dass ihr Antrag angenommen und die Fördermittel zugeteilt werden. "Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit. Wir wollen endlich anfangen", sagt sie. Der DTV will ein Begegnungszentrum für sportliche Aktivitäten auf dem Vereinsgelände in Obergrunewald realisieren, auf dem neue Sportarten ausgeführt werden können. Vor der Vorfinanzierung des Projekts hat Gila Hüssing keine Angst. "Wir haben Angestellte, Eigentum und verwalten viele hundert Mitglieder. Mit Vorfinanzierung kennen wir uns aus", sagt die Vorsitzende.

Anderen Vereinsvorständen ist die Vorfinanzierung von Fördergeld ein Dorn im Auge. Das wird nämlich erst nach Durchführung des Projekts oder einzelnen Projektphasen ausbezahlt. Projektmanager Martin Deubel stellte bei der Versammlung am Dienstag mehrere Möglichkeiten zur Vorfinanzierung vor, und auch CDU-Kreistagsmitglied Christian Viebach, der die Aktion initiiert hatte, versuchte den Vereinen, die Bedenken zu nehmen. Weil die meisten Vereine kein Eigenkapital haben, muss die Vorfinanzierung über Kredite, Spenden oder Crowdfunding gestemmt werden. "Die Vorfinanzierung durch Hausbanken oder eine Sparkasse abzudecken, dürfte kein Problem sein. Gespräche laufen, und die Rückmeldungen sind positiv. Der Förderbescheid sollte als Absicherung genügen", sagt Viebach.

Neben Kritikern gibt es in Rade aber auch Vereine, die sich die Fördermöglichkeit nicht entgehen lassen möchten und den Antrag bald fertigstellen wollen. Armin Barg, Vorsitzender von Wuppertrail, will Leader für einen Umzug der Draisinen an einen neuen Bahnhof, neue Fahrzeuge und Wendeplätze nutzen. Ulrich Grotstollen, Vorsitzender des Fördervereins Wupperschiene hat geplant, sich bei seinem Antrag auf die Restauration alter Eisenbahnwagons zu konzentrieren. "Leader wird uns helfen, Veränderungswünsche zu realisieren und uns voranzubringen. Wir werden die Vorfinanzierung über einen Kredit regeln", sagt Barg.

Der Trägerverein "aktiv55plus" will bald entscheiden, ob ein Förderantrag für aktivierende Hausbesuche gestellt wird. Koordinatorin Kyra Springer glaubt an das Konzept und würde die aktivierenden Hausbesuche gerne ausbauen. "Dafür fehlen uns momentan die Ressourcen. Leader wäre eine Möglichkeit, diese Dienstleistung im gesamten Bergischen Wasserland anzubieten", sagt Springer. Ob der Antrag bis Ende September fertig wird, weiß sie nicht. "Wir haben viel zu tun, müssen den Umzug und andere Projekte planen. Grundsätzlich denken wir über den Antrag nach."

Quelle: RP
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