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Radevormwald
Wupperschiene will Bagger verkaufen

Radevormwald: Wupperschiene will Bagger verkaufen
Dieses Reparaturfahrzeug für die Schienenstränge möchte der Förderverein Wupperschiene in nächster Zeit verkaufen. Es wird nicht mehr benötigt. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Der Verein "Wupperschiene" kämpft auch mit dem Grün an der Strecke von Wilhelmstal bis Wuppertal-Beyenburg. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt wird wohl noch in diesem Jahr ein markantes Zeichen verlieren - die alte Dampflok vom Bahnhof in Dahlhausen. Ulrich Grotstollen, Vorsitzender des Vereins Wupperschiene, berichtet, dass es einen ernsthaften Interessenten aus Mecklenburg-Vorpommern für die Lok gibt. Der Verein hatte vor einiger Zeit bereits erklärt, dass er die Lok gerne abgeben möchte, weil er auf absehbare Zeit keine Mittel zur Verfügung haben wird, um die Kosten für eine Aufarbeitung der Lok zu tragen. Der Interessent, berichtet Grotstollen, haben sich vor einiger Zeit einen alten Bahnhof gekauft und bereits einen Salonwagen erworben und vor das Haus gestellt. "Vor dem Abstellen an dem Bahnhof sollen Lok und Tender aufgearbeitet werden. "Wenn der Vertrag wie abgesprochen unterzeichnet wird, hat der Käufer ein Jahr Zeit, die alte Dampflok vom Bahnhof in Dahlhausen abzutransportieren.

Inzwischen hat sich der Verein, dem eine Diesellok gehört, die in diesem Jahr die erneute Zulassung erhalten hat, acht Wagen an andere Vereine abgegeben. Bei dem Verein, dessen Mitglieder einige Zeit alte Wagen gesammelt hatten, hat vor einiger Zeit ein Umdenken stattgefunden. Nur noch solche Wagen sollen in Dahlhausen abgestellt werden, die der Verein für seine Arbeit oder den späteren Museumsverkehr braucht.

Ein Wagen steht seit einiger Zeit in einer Spezialwerkstatt in Münster und wird dort aufgearbeitet. Als die Außenhaut geöffnet worden ist, wurde festgestellt, dass der Wagen mehr Schäden an tragenden Teile hat als angenommen. Nach der Restaurierung in Münster soll er ins Bergische Land zurückkommen, weil es Interesse von Mitgliedern der "Wupperschiene" gibt, den Wagen wieder herzustellen.

Ein fertiger Wagen in brauner Farbe steht als sogenannter Packwagen bereits in Dahlhausen. Mit ihm sollen später, wenn es einen Museumsbetrieb gibt (2019?), zum Beispiel Fahrräder von Radwanderern transportiert werden. Trennen möchte sich der Verein noch von dem Werkstattfahrzeug, das im Bahnhof Dahlhausen steht und mit dem Teile der Strecke saniert worden sind. "Wir brauchen dieses Fahrzeug derzeit nicht und wollen es gerne wieder verkaufen", sagt Ulrich Grotstollen, der auch als Begleiter des Draisinen-Vereins "Wuppertrail" schon ausgeholfen hat.

Die Attraktivität des Bahnhofs für Eisenbahnfreunde sei weiter vorhanden. So gebe es ab und an Anfragen für Führungen. Tätig ist der Verein derzeit in Wuppertal. In Öhde wird eine Brücke saniert, davor ein kleiner Tunnel. Für diese Arbeiten sollen demnächst Förderanträge an die NRW-Stiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gestellt werden. Beim Hangrutsch vor Dahlhausen ist der Verein weiterhin im Ausschreibungsverfahren.

"Hinzu kommt, dass wir nach den umfangreichen Rodungsarbeiten im Frühjahr jetzt den Wuppertaler Abschnitt freischneiden", sagt Ulrich Grotstollen. In Radevormwald habe man die Draisinenstrecke von den in den Bereich hineinragenden Sträuchern befreit. In Wuppertal-Beyenburg ist der Bereich frei, in dem Verein "Wuppertrail" seine Draisinen abstellt.

Probleme bereitet dem Verein, wie allen anderen Museumsbahnen auch, das Freischneiden von aus dem Boden wachsendem Grün. "Wir dürfen die Chemikalien, für die die Deutsche Bahn und das Land Ausnahmegenehmigungen haben, nicht mehr einsetzen", sagt Grotstollen. Der Verein habe aber nicht so viel Personal, um alles schneiden zu können. "Wir müssen alles von Hand schaffen", sagt Grotstollen. Der Verein ist deshalb händeringend auf der Suche nach weiteren Helfern.

Quelle: RP
 
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