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Radevormwald
Wupperverband prüft bis zur Ennepe

Radevormwald: Wupperverband prüft bis zur Ennepe
Niederschlagswasser aus der Stadt Radevormwald fließt in die Ennepe-Talsperre. Deshalb ist Radevormwald auch für die Zuflüsse zuständig. Die werden jetzt nach einem neuen Vertrag vom Wupperverband betreut. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Die Stadt hat mit dem Wupperverband einen neuen Vertrag geschlossen, in dem vereinbart ist, dass die Aufgabe der Gewässerunterhaltung auch für die Flächen der Stadt im Einzugsbereich der Ennepe-Talsperre übertragen wird. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt Radevormwald hat mit Genehmigung des Bauausschusses und des Stadtrates einen weiteren Vertrag mit dem Wupperverband geschlossen. Der Verband mit Sitz in Wuppertal übernimmt in Zukunft die Aufgabe der Gewässerunterhaltung auch für den Bereich, der gesetzlich im Einzug des Ruhrverbandes liegt. Die Zuflüsse von Rade münden in die Ennepe-Talperre im Osten der Stadt.

Das Stadtgebiet von Rade gehört zu etwa drei Vierteln in den Einzugsbereich des Wupperverbandes, da die Bäche in die Wupper fließen. Seit vielen Jahrzehnten hat die Stadt die Aufgabe der Betreuung der Gewässer dem genossenschaftlichen Verband übertragen. Das restliche Viertel des Stadtgebietes im Osten (östlich der B 483, nördlich der B 229 ab Rädereichen) liegt im Einzugsgebiet des Ruhrverbandes.

Für diesen Bereich gab es bisher keine geregelte Gewässerunterhaltung, weil der Ruhrverband in seiner Satzung im Gegensatz zum Wupperverband keine Gewässerunterhaltung übernimmt und damit die jeweilige Stadt verantwortlich ist. "Die Verbandsgrenze geht durch Radevormwald", sagt Ulrich Dippel, der Leiter des Technischen Bauamtes.

Den Vorteil des Vertrages sieht Dippel darin, dass in Zukunft die gleichen Standards wie im Bereich der Wupper gelten und die Einhaltung bewiesen werden kann. Dippel räumt ein, dass von Seiten der Stadt bisher nichts geschehen, dieses aber auch nicht aufgefallen ist. Die Kosten für diesen Auftrag sollen bei etwa 15.000 Euro pro Jahr liegen. Die Stadt begründet den Auftrag damit, dass sie nicht über das nötige Fachpersonal verfügt. Zur normalen Gewässerunterhaltung, erklärt Dippel, gehören unter anderem die Vorflutsicherung, die Optimierung von Durchlässen, das Anlegen von Uferrand- und Gehölzstreifen und die Aufweitung von Bachflächen.

Das bedeutet, dass die Bäche im Einzugsgebiet der Ennepe-Talsperre, der Heilenbecke und deren Nebensiefen in Zukunft regelmäßig geprüft und kontrolliert werden. Dazu gehören auch die Beseitigung von Hindernissen nach Unwettern und die Dokumentation der Arbeiten. In die Ennepe fließen aus Rade unter anderem der Borbach, Umbecke und Finkensiepen. Festgehalten ist in dem Vertrag auch, dass der Wupperverband die Stadt berät, wenn es um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union geht. Informationen gibt es deshalb auch für die Landwirtschaft. Die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, insbesondere durch den Anspruch, die Gewässer als natürlichen Lebensraum zu erhalten und ihren Zustand ständig zu verbessern, heißt es in den Unterlagen der Stadt.

Quelle: RP
 
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