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Radevormwald
Zaun soll Abkürzung über die Bundesstraße 229 verhindern

Radevormwald: Zaun soll Abkürzung über die Bundesstraße 229 verhindern
Die Stadt hat an der B 229 einen Zaun aufgestellt. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Der schwere Unfall auf der B 229 auf Höhe von Lidl am Mittwoch, 30. August, hat die Stadt dazu veranlasst, an der betroffenen Stelle einen Zaun aufzustellen. Er soll verhindern, dass Personen den gefährlichen Weg über die Bundesstraße als Abkürzung nehmen. Derweil sucht die Polizei weiter nach dem Fußgänger, der am Unfalltag vom Lidl-Parkplatz an der Poststraße aus die Westfalenstraße in Richtung Bahnstraße überquerte. Es kam zu einem folgenschweren Verkehrsunfall: Eine 77-jährige Remscheiderin geriet dabei beim Versuch, dem Fußgänger auszuweichen, in den Gegenverkehr; die Frau und der entgegenkommende Autofahrer sowie ein Beifahrer erlitten schwere Verletzungen. Der Fußgänger flüchtete und konnte bislang nicht ermittelt werden, bestätigte gestern Polizeipressesprecherin Monika Treutler. Es soll sich um einen korpulenten Mann im Alter zwischen 45 und 55 Jahren handeln. Bekleidet war er zur Unfallzeit mit einer langen Hose sowie einer kurzärmeligen Oberbekleidung mit breiten, blaugrünlichen Querstreifen. Von Joachim Rüttgen

"Ein tragischer Unfall", sagte Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, am Donnerstagabend im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr. Die Stadt habe die Situation erkannt und möglichst schnell gehandelt. Fakt sei, dass die Bundesstraße 229 als Haupterschließungsstrecke für den überregionalen Verkehr konzipiert sei, mithin überregionale Bedeutung habe und möglichst viel Verkehr transportieren soll. "Deshalb gilt auf der Strecke auch Tempo 70, und es gibt ganz bewusst keine Gehwege", sagte Knorz. Eine gesicherte Querung sei an der Kreuzung Poststraße/Bahnstraße möglich.

Nachdem der unbekannte Fußgänger die Abkürzung durch die Böschung über die B 229 genommen hatte und es zu dem schweren Unfall gekommen war, gab es mehrere Ortstermine von Stadt, Polizei und Landesbetrieb, um die Situation zu erfassen. "Die Untersuchungen der Polizei laufen noch, deshalb liegen noch keine endgültigen Ergebnisse vor", sagte Knorz. Es müsse künftig verhindert werden, dass dort Fußgänger die B 229 als Abkürzung wählen. Vor einigen Jahren habe die Stadt schon einmal an dieser Stelle einen Bauzaun aufgestellt, der aber regelmäßig versetzt und sogar zerschnitten worden sei. Nun hat der Betriebshof am Mittwoch erneut einen jetzt massiveren Zaun aufgestellt. "Und unser Appell an alle Bürger lautet nun natürlich, diesen Zaun zu akzeptieren und nicht zu versuchen, die B 229 auch weiterhin als gefährliche Abkürzung zu nutzen", sagte Knorz.

Mit dem Zaun ist eine Forderung des fraktionslosen Stadtverordneten Dr. Axel Michalides erfüllt, der außerdem Tempo 50 gefordert hatte - inklusive Aufstellen eines entsprechenden Schildes. Diesen Maßnahmen erteilte Jochen Knorz im Ausschuss jedoch eine klare Absage: "Das wird vom Landesbetrieb nicht akzeptiert, weil es sich um eine Haupterschließungsstrecke für den überregionalen Verkehr handelt", sagte der Ordnungsamtsleiter.

Quelle: RP
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