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Radevormwald
Zuhause für Fledermäuse am Jahnplatz

Radevormwald: Zuhause für Fledermäuse am Jahnplatz
Im Wald am Jahnplatz gibt es neue Nistkästen. Dietmar Fennel schätzt, dass in Rade 600 bis 700 Fledermausbehausungen hängen. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Der alte Jahnplatz an der Friesenstraße ist Geschichte. Vor einigen Tagen sind dort die Erschließungsarbeiten für das neue Wohnbaugebiet gestartet. Nachdem die Kanalarbeiten in der Straße bereits beendet sind, ist die Straße wieder freigegeben.

Im Wald hinter dem Neubaugebiet mit bis zu 150 Jahre alten Rotbuchen und Eichen haben der Umweltbeauftragte der Stadt, Matthäus Kozinski, und Dietmar Fennel vom RBN (Naturschutzverein) mit Unterstützung des Betriebshofes mehrere neue Fledermaus- und Vogelbrutkästen aufgehängt. Die alten waren im Herbst im Zuge der Abholung von Bäumen im Randbereich des früheren Sport- und Bolzplatzes abgenommen worden. "Nachgewiesen sind rund um den Platz Zwergfledermäuse, die sich zurzeit noch im Winterschlaf befinden. In den nächsten Wochen können sie in den Kästen ein neues Zuhause finden", sagt Matthäus Kozinski.

Dietmar Fennel schätzt, dass in Rade inzwischen 600 bis 700 Fledermausbehausungen hängen. In einem Kasten finden zwischen fünf und zehn Fledermäuse einen Unterschlupf, manchmal je nach Art aber auch mehr. In Rade sind 14 Fledermausarten beheimatet. Zuletzt waren in Zusammenarbeit mit dem Hegering zahlreiche Fledermaus- und Brutkästen in der Umgebung von Hochsitzen aufgehängt worden.

Angebracht werden die Kästen an der trockenen Seite eines Baumes und in zwei Richtungen, meistens ein Kasten nach Osten und einer nach Süden, damit es sonnige und schattige Plätze gibt. Da es nicht ausreichend Bäume mit Hohlräumen gibt, gebaut durch Schwarzspechte, wird in Radevormwald seit Jahren versucht, mit Nistplätzen künstliche Rückzugsmöglichkeiten für die Fledermäuse zu finden.

Nächste Schwerpunktaktion soll der Erhalt von Totholzbäumen sein. "Wir lassen sie in einer Höhe von bis zu vier oder fünf Metern stehen, damit Tiere dort Unterschlupf finden. Zusätzlich kartieren wir sie", sagt Dietmar Fennel.

(wos)
 
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