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Radevormwald
Zwei Vereine erfolgreich unter einem Dach

Radevormwald: Zwei Vereine erfolgreich unter einem Dach
Marina Weidner vom Ambulanten Ökumenischen Hospizverein (l.) freut sich über die gute und reibungslose Zusammenarbeit mit Kyra Springer (r.) und Uwe Kremers vom Trägerverein "aktiv55plus". FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Ambulantes Ökumenisches Hospiz und der Trägerverein "aktiv55plus" feiern mit Freunden, Förderern und Nachbarn ein gemütliches Sommerfest. Die Kooperation erleichtert täglich die Arbeitsabläufe im Haus an der Grabenstraße 18. Von Cristina Segovia-Buendia

Zu einem gemütlichen Sommerfest lud das Ambulante Ökumenische Hospiz gemeinsam mit dem Trägerverein "aktiv55plus" in und um ihr Haus an der Grabenstraße ein. Freunde, Förderer und Nachbarn erschienen zahlreich und genossen das gute Wetter bei leckeren Speisen, Getränken und einem guten Gespräch. Klaus Stachuletz (Dr. Mojo) sorgte für die passende Musik bei der freudigen Zusammenkunft.

Es war bereits das zweite Sommerfest in fünf Jahren, das der Hospizverein und der Trägerverein "aktiv55plus" gemeinsam feierten. Die Kooperation läuft zwar schon lange, doch seit fünf Jahren, seit dem die Vereinsvertreter beschlossen hatten, gemeinsam unter einem Dach in das Gebäude an der Grabenstraße zu ziehen, läuft ihre Arbeit Hand in Hand - obwohl weiterhin unabhängig voneinander.

"Beide Vereine waren auf der Suche nach neuen Räumen", berichtete Marina Weidner, Koordinatorin des Hospizes. "Und da wir gemeinsame Schnittmengen haben, lag es nahe, sich die Räume zu teilen, zumal sich ein Verein alleine die Anmietung dieses Gebäudes nicht hätte leisten können." Seitdem laufe die Zusammenarbeit wesentlich intensiver. "Wir arbeiten praktisch auf Zuruf, es müssen keine schriftlichen Anfragen gestellt oder Formulare ausgefüllt werden", sagte Marina Weidner. "Man klopft einfach an die Bürotür des anderen."

Kyra Springer, Leiterin des Trägervereins "aktiv55plus", kennt es gar nicht anders. "Ich kenne es nur so, und es ist wunderbar." Die Zusammenarbeit laufe sogar so gut, dass viele ihrer Klienten gar nicht merken, dass hier zwei Vereine beheimatet sind, berichtete sie. "Das ist immer ganz spannend zu sehen, wie wir von außen wahrgenommen werden, dass viele gar nicht merken, dass wir zwei Vereine sind." Die Unterscheidung sei ihnen aber auch nicht wichtig. Oft kommt es nämlich auch vor, dass sich beide Vereine einen Klienten teilen und ihn entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten begleiten. Der Hospizverein mit aktuell zwei hauptamtlichen Mitarbeiterin und 30 Ehrenamtlichen, bietet beispielsweise monatlich ein Café für Trauernde an, regelmäßige Sterbebegleitung und Informationen zu Patientenverfügung und Vollmacht. "Für Berufstätige haben wir alle 14-Tage einen Trauergesprächskreis am Abend, der ab dem 15. September um 19 Uhr wieder startet", kündigte Weidner an. Für Menschen, die sich ehrenamtlich dem Verein anschließen und mithelfen wollen, gibt es sogar Hospizschulungen.

Der Trägerverein "aktiv55plus" hingegen mit drei festen Mitarbeitern in Teilzeit und zwölf Ehrenamtlichen kümmert sich um Wohn- und Pflegeberatung, bietet über die Rader Hilfsbörse aktivierende Hausbesuche und Selbsthilfegruppen für Menschen ab 55 Jahre an, organisiert aber auch regelmäßig einen Reparatur-Treff. Mit ihren Angeboten seien sie gut ausgelastet, berichten beide Koordinatorinnen. Über weitere ehrenamtliche Helfer für administrative und begleitende Aufgaben würden sie sich deshalb auch sehr freuen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet. www.hospiz-rade.de www.aktiv55plus.de

Kontakt Ambulantes Ökumenisches Hospiz, Tel. 02195 684936, "aktiv55plus", Tel. 02195 9277353, Grabenstraße 18.

Quelle: RP
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