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Radevormwald
Zweite Baustelle an der GGS Stadt

Radevormwald: Zweite Baustelle an der GGS Stadt
Michael Faubel, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement im Rathaus, zeigt defekte Stellen in der Decke der Verbindung zwischen den Gebäudetrakten. Er schätzt einen höheren Aufwand als die bereitgestellten 50.000 Euro. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. An der Grundschule gibt es zwei Baustellen. Neben der herabgestürzten Deckenplatte mit Sanierung von Decke und Erneuerung von Heizungsteilen muss die Verbindung zwischen Vorplatz und Sporthallengebäude erneuert werden. Von Wolfgang Scholl

Zwei Baustellen tun sich derzeit für die zum Ende der 1960er Jahre gebaute Grundschule Stadt auf. Das Schulgebäude ist vor einigen Tagen wegen einer herabgestürzten Deckenplatte gesperrt worden. Im Januar will die Stadt über die Kosten für verschiedene Alternativen einer Sanierung sprechen, sagt Michael Faubel, der Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement im Rathaus. Danach soll im Verwaltungsvorstand entschieden werden, wie weiter verfahren werden könnte, bevor die Politik unterrichtet wird. Die Grundschule ist in das Hauptschulgebäude an der Hermannstraße ausgelagert, der Offene Ganztag ins Wartburghaus an der Andreasstraße.

Die zweite Baustelle liegt im Bereich zwischen dem Hauptgebäude und der Turnhalle. Dort sind unter dem Vorplatz in dem Zwischenraum an zwei Stellen Deckenplatten gelöst, an einer Stelle ist zusätzlich ein Träger freigelegt worden. Ein Gutachter hat zudem vom Vorplatz aus Löcher gebohrt und die Schäden untersucht.

Die Turnhalle der Grundschule Stadt mit Zugang vom Hohenfuhrplatz oder von der Kottenstraße ist um 1970 erbaut worden und besteht aus zwei unterschiedlichen Baukörpern. Der eigentliche Hallenkomplex beherbergt im Obergeschoss (Eingang vom Vorplatz aus) das Familienbüro der Stadt und im Untergeschoss die Turnhalle. Der zweite Teil des Komplexes unter dem Vorplatz beherbergt die Belüftungsanlage, Toilettenräume und auch den Gymnastikraum. Verbunden sind die beiden Gebäudeteile durch einen Gang. "Und an diesem Gang gibt es die Probleme", sagt Michael Faubel. Wasser sammelt sich und läuft von der Decke herunter.

Auch an der anderen Seite des Ganges ist eine Leitung freigelegt. FOTO: wos

Einen weiteren Schaden sieht Faubel als abgeschlossen. Vor einiger Zeit war eine Bierflasche in das Fallrohr gestopft worden und hatte zu einem Überlauf in die Turnhalle geführt. "Dieser Schaden ist behoben", sagt Faubel. Auch in der Turnhalle und im Gymnastikraum sieht er keine Probleme. Decke, Böden und Fensteranlagen sind im Laufe der Jahrzehnte erneuert worden. "Wenn man die Halle betritt, merkt man den typischen Linoleumgeruch", erklärt Faubel bei einem Ortstermin. Messungen im Geräteraum haben keine Belastung der Luft ergeben. "In Sporthallen lassen sich solche Gerüche nie ganz vermeiden", sagt er.

Ansetzen muss die Stadt deshalb an dem Verbindungsgang. "Wir werden die Decke und die Träger erneuern müssen", sagt der städtische Architekt. Ein Gutachter hat die Schäden vor einigen Tagen aufgenommen und wird jetzt bis Januar eine Kostenschätzung für eine Sanierung unterbreiten. Faubel schätzt, dass zumindest Teile des Vorplatzes und auch das Dach des Verbindungsstückes geöffnet werden müssen.

Der Stadtrat hatte vor zwei Wochen 50.000 Euro in den Haushalt noch für das Jahr 2015 eingestellt. Faubel glaubt allerdings nicht, dass man mit diesem Geld auskommen wird. Klar ist für ihn nur, dass etwas getan werden muss. "Wir können aber erst tätig werden, wenn die detaillierten Ergebnisse des Gutachters vorliegen", sagt er.

Quelle: RP
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