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Ratingen
2015 war ein kaltes Jahr mit heißem Ende

Ratingen. Das Fazit ist eindeutig. "Es war ein kaltes Jahr mit einem heißen Ende" - so betitelt der städtische "Wetterfrosch" Klaus Mönch, Mitarbeiter der Umweltabteilung, seinen Wetter-Jahresrückblick für 2015.

Im ersten Halbjahr lagen alle Monatstemperaturen unter dem Durchschnitt. Erst der Juli und der August waren zusammen genommen nur ein halbes Grad wärmer. Doch bereits im September und Oktober wurde es kühl, so dass die Durchschnittswerte über 2°C tiefer lagen. Ein Wetterumschwung stellte sich dann ab November ein: Dieser Monat war 2,5°C wärmer als üblich. Doch was dann im Dezember passierte, hat Klaus Mönch noch nicht erlebt: ein Spitzenwert von 14,9°C, gemessen am zweiten Weihnachtstag! "Spitze" war auch der Dezember selber, denn mit einem Monatswert von 8,31°C lag er 4,82°C höher als sonst, also war er fast 2,4 Mal wärmer.

Zwar kommen hohe Dezemberwerte in fast allen Jahrzehnten vor (5,66°C im Jahr 1953/7,4°C 1974/6,5°C 1988/5,66°C 1994/ 5,73°C 2006), doch der Dezember 2015 hat alles bisher Dagewesene getoppt. Da die meisten Monatswerte aber durchschnittlich kälter waren, andererseits November und Dezember mit ihren hohen Werten die Jahresbilanz korrigierten, lag die Jahrestemperatur mit 10,63°C nur 0,36°C unter dem langjährigen Durchschnitt von 10,97°C.

An 60 Frosttagen fiel die Temperatur unter die null Grad und an vier Tagen unter -5°C. An vier Eistagen (22.01./23.01./2.02./5.02) blieb das Thermometer ganztägig unter 0°C. Aber es gab auch 40 Sommertage (= 25 °C) und 17 Hitzetage (= 30 °C). Die höchsten Werte wurden am 2. und 4. Juli mit 37,8°C bzw. 38,9°C gemessen. Vier "Tropennächte" (2.07./4.07./5.07./4.08.) brachten auch nachts keine Abkühlung, da die Temperatur nicht unter die 20°C-Marke fiel.

Beim Niederschlag waren 2015 keine Besonderheiten zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr fielen 857,7 Liter - das waren lediglich zehn Liter mehr als üblich. An 171 Tagen blieb es trocken, und es gab drei Trockenperioden von mehr als zehn Tagen. Relativ trocken waren der April mit nur 58% des üblichen Niederschlags und der Mai mit lediglich 40%. Dafür war der August sehr nass, denn es fielen 172% der üblichen Regenmenge.

Quelle: RP
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