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Ratingen
23 Vereine und Institutionen werben für das Ehrenamt

Ratingen: 23 Vereine und Institutionen werben für das Ehrenamt
Am Stand der Dumeklemmerstiftung bot Ina Bisani (rechts) unter anderem das Buch der Ratinger Autoren " Mein Ratingen 2025" an. FOTO: A. Blazy
Ratingen. Organisator Erhard Raßloff war am Ende trotz Wetterkapriolen zufrieden: "Es war die größte Meile, die wir bisher hatten."

Ein bisschen muss Erhard Raßloff schmunzeln, als er gen Himmel blickt: "Das ist ein guter Beweis, dass sich die Ratinger Ehrenamtlichen auch von miesem Wetter nicht unterkriegen lassen", sagt der ehemalige Sozialamtsleiter und Organisator der zwölften Ratinger Ehrenamtsmeile in der Innenstadt. Die war zwar wegen des teilweise strömenden Regens am Samstag nicht ganz so gut besucht wie in den Vorjahren, ein großer Erfolg war sie trotzdem: "23 Vereine und Institutionen waren vertreten. Damit ist es die größte Meile gewesen, die wir bisher hatten", so Raßloff, der auf die Bedeutung der Veranstaltung für das Ehrenamt in der Dumeklemmerstadt hinweist: "Die Ehrenamtsmeile ist vor allem eine gute Gelegenheit für die verschiedenen ehrenamtlichen Organisationen, um sich auszutauschen und die Vernetzung zu verbessern. Denn bei keiner Veranstaltung sonst kommt so viel Ehrenamt auf einmal zusammen."

Nach Schätzungen von Raßloff engagieren sich über 20.000 Menschen in der Stadt ehrenamtlich, viele sogar mehrfach: "Darauf können wir stolz sein." Vertreten war auf der Meile zum Beispiel der Stand des Fördervereins der Feuerwehr, an dem sogenannte Notfallboxen verteilt wurden: "Die Notfallbox und ein Aufkleber, der im Wohnungseingangsbereich auf die Notfallbox aufmerksam machen, dienen der Hinterlegung wichtiger medizinischer Dokumente, die der Rettungsdienst im Falle eines Einsatzes so schneller finden kann, um noch wirkungsvoller helfen zu können", erklärt Feuerwehrchef René Schubert. Vor etwa zwei Jahren wurde der koordinierende Notarzt des Sankt Marien Krankenhauses, Dr. Wolfgang Meier, von einem Mitglied des Ratinger Seniorenrates mit der Idee der Einführung einer Notfallbox bekanntgemacht.

Meier brachte die Idee mit in den Arbeitskreis Rettungsdienst des Kreisfeuerwehrverbandes Mettmann. Nach einigen Monaten der Abstimmung und Entwicklung wurde im Einvernehmen mit dem Kreis Mettmann als Träger des Rettungsdienstes ein einheitlicher Info-Flyer zur Notfallbox entwickelt, der ab September 2017 im Kreis Mettmann verteilt wird.

Der Förderverein der Feuerwehr Ratingen begeisterte sich für das Projekt und übernahm nicht nur den Druck des Flyers nebst Aufkleber, sondern beschaffte auch 1000 Notfallboxen zur Einführung in Ratingen. "Während der Meile des Ehrenamtes wurden dann die ersten 100 Boxen im Rahmen vieler Gespräche durch unseren Vorstand sowie Vertreter der Jugendfeuerwehr und den Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Ratingen Uwe Schneiders verteilt", so Schubert weiter. Die Notfallbox wird in der Regel im Kühlschrank aufbewahrt, denn den gibt es in jedem Haushalt. Es war übrigens nicht die einzige Premiere in der Stadt: Zum ersten Mal war nämlich auch die Ratinger Tafel um ihre Vorsitzende Ingrid Bauer mit einem Stand vertreten.

(wol)
 
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