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Heiligenhaus
2,9 Millionen Euro fließen in die Oberilp

Heiligenhaus: 2,9 Millionen Euro fließen in die Oberilp
Vor Weihnachten zogen die Regenbogenschüler aus dem alten Schulgebäude aus. Sie lernen jetzt in der Unterilp. An der Hunsrückstraße entsteht jetzt ein international ausgerichtetes Stadtteilzentrum. FOTO: Blazy
Heiligenhaus. Im Dezember erst ging die Bewerbung raus - jetzt kann aus der leeren Regenbogenschule ein neues Zentrum werden. Von Paul Köhnes

Es musste schnell gehen, die Bewerbung wurde Ende vergangenen Jahres verschickt - jetzt darf konkret geplant werden. Die Oberilp erhält ein Internationales Stadtteilzentrum in den Räumen der inzwischen nicht mehr genutzten Regenbogenschule. Mit der erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme erfüllt sich unter anderem auch eine Prognose von Thomas Langmesser. Der Fachbereichsleiter und langjährige Stadtteilsozialarbeiter in der Oberilp hatte bereits im Januar auf einer Bürgerversammlung daran erinnert, dass aus dem Stadtteil bisher immer nützliche und praktikable Ideen zur Fortentwicklung gekommen seien. Von solchen gibt es nun eine mehr. Das Projekt könnte passgenau die neuen Angebote für Flüchtlinge im Stadtteil ergänzen - aber auch mehr als das leisten.

Bürgermeister Dr. Jan Heinisch kann seine Begeisterung nur schwer verbergen. "Was für eine schöne Nachricht! Die bekommt man wirklich nicht alle Tage." Gestern, 10 Uhr, gab Bundesbauministerin Barbara Hendricks Ergebnisse des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung bekannt. Mit dem Programm wird unter anderem die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur gefördert.

Heiligenhaus erhält aus dem Programm die erhebliche Fördersumme von 2,9 Mio. Euro, um die ehemalige Grundschule Oberilp in ein buntes Stadtteilzentrum umzubauen. Bundesweit gab es rund 1.000 Anträge für das Programm, von denen nur 56 Anträge bewilligt wurden, darunter zehn Projekte in Nordrhein-Westfalen.

Der Förderantrag war unter großem Zeitdruck durch die Stadt Heiligenhaus erarbeitet worden. Er sieht neben einer energetischen Sanierung mit Um- und Ausbau erhebliche Impulse für die Mitte des Stadtteils Oberilp vor. In der früheren Grundschule sollen verschiedene Organisationen und Institutionen eine neue und gemeinsame Bleibe finden, darunter das Familienzentrum "Unterm Himmelzelt" der Evangelischen Kirche, die Nebenstelle des Kreisgesundheitsamtes, die Erziehungsberatungsstelle der Bergischen Diakonie Aprath, die Büros der Stadtteilsozialarbeit sowie multifunktionale Räume für Begegnung und Versammlung im Stadtteil.

Für die durch die Umzüge frei werdenden Flächen am Europaplatz gibt es bereits Konzepte, die das Areal rund um den Platz deutlich aufwerten werden. Unter anderem ist hier ein generationengerechter Mietwohnungsbau geplant. "Dadurch werden wir endlich auch eine Anschlussverwendung für die frühere Supermarktfläche finden", freut sich der Technische Beigeordnete Harald Flügge. Die Stadt hatte die leer stehende und nicht mehr vermarktbare Supermarktimmobilie am Europaplatz bereits vor Jahren erworben und den Schandfleck schnellstens abreißen lassen. Der Erste Beigeordnete und Kämmerer Michael Beck freut sich nicht nur über die finanzielle Zuwendung. Er ist ebenfalls für den Sozialbereich zuständig und weiß daher: "Die Oberilp hat immer vom Zusammenwirken vieler Köpfe und Hände profitiert. Das setzt sich nun in dem Erfolg bei dem Projekt "Stadtteilzentrum" eins zu eins fort. Machen wir weiter so."

Quelle: RP
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