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Heiligenhaus
60 Jahre Teamarbeit für Heiligenhaus

Heiligenhaus: 60 Jahre Teamarbeit für Heiligenhaus
Ingrid und August Steinbrink blicken auf ein langes gemeinsames Leben zurück. Reisen führten sie in alle Welt, dem Niederbergischen, insbesondere Heiligenhaus, blieben sie aber engstens verbunden. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Ingrid und August Steinbrink feiern Diamanthochzeit. Aus dem Stadtleben ist das Paar kaum mehr wegzudenken. Von Sandra Kreilmann

Sie haben beinahe die ganze Welt bereist, waren in Israel, Afrika, Russland, auch auf vielen Flusskreuzfahrtschiffen, doch so gern Ingrid und August Steinbrink auch in die Welt hinauszogen, so gerne kehrten sie auch wieder heim nach Heiligenhaus. Noch während sie im Berufsleben standen, haben sie sich viele Urlaube gegönnt, "zwei bis drei Urlaube im Jahr", sagt Ingrid Steinbrink, nur in Amerika waren sie nicht. "Wir haben bewusst gesagt, dass wir nicht bis zur Rente auf das Reisen verzichten wollen."

Heute auf den Tag ist das Paar 60 Jahre verheiratet, richtig gefeiert wird das allerdings erst am Wochenende, mit der Familie, Freunden und Weggefährten. Aus dem niederbergischen Geschehen ist das Paar kaum wegzudenken. Ingrid Steinbrink war jahrzehntelang im Kirchenkreis Niederberg zuständig für Frauenarbeit, war auf landeskirchlicher Ebene am Aufbau des Erwachsenenbildungswerkes sowie des Frauenreferates beteiligt und gehörte zwölf Jahre zum Kreisvorstand des Kirchenkreises. August Steinbrink, frisch im 95. Lebensjahr angekommen, widmet sich seit 60 Jahren der Imkerei und gehört zum Vorstand des Kreisimkerverbandes.Seine gedruckten Erinnerungen an Heiligenhaus und seine Geburtsstätte, Hasselbeck, gehören zu den Veröffentlichungen, die er als Heimatchronist verfasst hat.

"Niemand charakterisiert die Mentalität der Niederberger so treffend wie er und niemand kennt so viele Geschichten über alte, längst verstorbene Heiligenhauser, über den Aufstieg und Niedergang der heimischen Industrie, der Kolonialwarenläden, die Kommunalpolitik und das Expandieren einer Gemeinde vom Dorf bis zur Verleihung der Stadtrechte 1949 und bis in die Gegenwart", schrieb Ruth Ortlinghaus in einer Würdigung über das "Jöngken ut Hasselbeck". In Hetterscheidt hat sich das Ehepaar 1961 seinen Rückzugsort geschaffen. Zahlreiche gemeinsame Hobbys verbinden die zwei, "aber man muss nicht alles gemeinsam machen. Es ist wichtig, dass jeder auch seinen Freiraum hat", so das Paar, das früher viel gemeinsam Rad gefahren ist, viel gelesen hat und sich gemeinsam der Pflege des heimischen Gartens widmet.

Geheiratet haben sie in der Heimat der Jubilarin, in Kettwig. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und der gelernte Industriekaufmann sprechen Englisch und Französisch; mit eben letzterem haben sie damals maßgeblich am Ausbau der kulturellen und kirchlichen Partnerschaften zur heutigen Heiligenhauser Partnerstadt Meaux beigetragen. Dafür wurden ihnen vom Senatspräsidenten Poher die Medaille D'Argent" der Société d'encouragement au bien" verliehen.

Quelle: RP
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