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Interview mit Olaf Wüllner
A 44: Der Autobahnbau läuft planmäßig

Ratingen. Unübersehbar kommt inzwischen der Lückenschluss der A 44 zwischen Velbert und Heiligenhaus voran.

Ob im Osten oder im Westen der Stadt – an beiden Enden sind derzeit die Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der A44 zu erkennen. Der für den Lückenschluss zuständige Bauleiter von Straßen.NRW, Olaf Wüllner, erklärt den Sachstand der Arbeiten.

Herr Wüllner, seit einer Woche werden die Autofahrer auf der B227 mit beiden Fahrspuren auf der Umfahrung geleitet. Was passiert hier zurzeit und in Zukunft?

Wüllner Im Bereich der nun nicht mehr befahrbaren B227 wird gerade die vorhandene Fahrbahnbefestigung entfernt. Danach werden Versorgungsleitungen und die Entwässerung angelegt. Gleichzeitig entstehen südlich der Fahrbahn die Bohrpfähle für die Stützwand der Wasserspeicher vom Rheinisch-Westfälischen Wasserverband. Außerdem sind wir gerade damit beschäftigt, den Boden für die Weiterführung der A44 Richtung Süden auszukoffern.

Das heißt, der eigentliche Brückenbau, der die B227 demnächst über die Autobahn führt, beginnt noch gar nicht?

Wüllner Mit dem Brückenbau ist Anfang September zu rechnen.

Fahren wir ein Stück weiter. Wie sieht es mit dem Brückenbauwerk Ganslandsiepen zurzeit aus?

Wüllner Auch hier liegen wir voll im Plan, der nördliche Überbau ist inzwischen vollständig über das Tal geschoben. Aktuell wird die Vorschubeinrichtung umgebaut, damit wir ab etwa Mitte August mit der Montage der Stahlbauteile des südlichen Überbaus beginnen können. Wir rechnen in den nächsten etwa zwei Wochen mit der Anlieferung dafür.

Wer sich nun weiter Richtung Ratinger Straße bewegt, bemerkt auch zwischen Ganslandsiepen und dem nächsten geplanten Brückenbauwerk Laubecker Bachtal Bauarbeiten...

Wüllner Ja, dort beginnen wir demnächst mit der Brücke Wülfrather Straße, unter der die A44 hindurch laufen wird. Hier entsteht gerade die dafür notwendige asphaltierte Umfahrung der Wülfrather Straße. Außerdem bauen wir an einem der Regenrückhaltebecken, das die A44 von der B227 in Richtung Laubecker Bachtal entwässert.

Und auch im Bereich der Ratinger Straße erkennt man inzwischen rege Tätigkeiten...

Wüllner Im Bereich der Anschlussrampen wird Erdreich abgetragen. Die erkennbaren Anhäufungen könnte man für den Trassenverlauf der Autobahn halten. Dem ist aber nicht so, das ist lediglich eine Zwischenlagerung vor der Weiterverwertung des Erdreichs.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer verkündete unlängst den Anschluss der Brücke an die Ratinger Straße für 2014. Ist das eine neue Entwicklung?

Wüllner Auch was dieses Bauwerk angeht sind und bleiben wir im Plan. Unser Problem lag immer in der Entwässerung und das wird sich erst mit Fertigstellung eines weiteren Rückhaltebeckens lösen lassen. Der Anschluss der Brücke an die Ratinger Straße stand und steht für 2014 in unseren Plänen.

Eine abschließende Frage: Wie sieht es mit dem Weiterbau in Richtung Ratingen aus? Gibt es hier Perspektiven?

Wüllner Das hängt zum einen von anhängigen Rechtsverfahren ab, zum anderen warten wir dann noch auf das Geld vom Bund. Frühestens 2014 rechne ich hier mit Fortschritten.

STEFAN MÜLDERS FÜHRTE DAS INTERVIEW

Quelle: RP
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