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Heiligenhaus
A44: Lückenschluss nimmt Gestalt an

Heiligenhaus: A44: Lückenschluss nimmt Gestalt an
So zeigt sich die Autobahnbaustelle der A 44 von Heiligenhaus aus in Richtung der Nachbarstadt Velbert. FOTO: RP-Fotos. A. Blazy
Heiligenhaus. Im nächsten Jahr soll der östliche Teil der A44-Trasse fertiggestellt werden. Der westliche Teil soll voraussichtlich im Jahr 2021 folgen. Von Henry Kreilmann

Diese Nachricht freut nicht nur die Bürger, die regelmäßig durch die Hofermühle müssen: "Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat eine technische Möglichkeit gefunden, mit der man in absehbarer Zeit die Brücke an der Ratinger Straße wieder beidseitig befahrbar machen kann", erklärt Kämmerer Michael Beck den Mitgliedern des Verkehrsausschusses.

Die Lösung sei ein Provisorium, das Zeit schaffe, in der man über eine umfangreiche Sanierung der bestehenden Brücke oder über einen Brückenneubau diskutieren kann, fügte er bei seinem ersten Auftritt in diesem Gremium an, dem er seit dem Weggang des technischen Beigeordneten Harald Flügges, angehört. "Uns ist sehr daran gelegen, schnell eine endgültige Lösung zu finden."

Dass die Brücke bald wieder beidseitig befahrbar sein wird, dürfte auch die Autobahnbauer freuen, die für den Lückenschluss der A44 zwischen Velbert und Ratingen verantwortlich sind. Allen voran die Deges, kurz für Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die im vergangenen Jahr die Planung und Bauleitung des westlichen Bauabschnitts zwischen Ratinger Straße und Ratingen Ost von Straßen.NRW übernommen hat und ihren Brückenabschnitt voraussichtlich 2021 fertigstellen will.

Sie möchte über diese Straße ihre nächste große Baustelle andienen: den Bau der Brücke über das Angertal. Der Auftrag sei vergeben und die Arbeiten beginnen im nächsten Monat. Die Bauzeit wird mit rund dreieinhalb Jahren geschätzt und ist damit bauzeitbestimmend für den westlichen Abschnitt. Die schwierige Topografie erfordere besondere Aufmerksamkeit. "Das östliche Widerlager der Brücke sowie das erste Pfeilerpaar werden von der Ratinger Straße (L156) aus über die Trasse der A 44 angedient. Die beiden mittleren Pfeilerpaare werden über den Wirtschaftsweg Hofermühle angedient. Hierzu werden die Lkw im Einrichtungsverkehr geführt, die Anwohner können die Straße Hofermühle in beiden Richtungen befahren." Die Deges werde Ausweichstellen anlegen, um dem Individualverkehr in Gegenverkehr abwickeln zu können und - wo möglich - alternative Gehbeziehungen über Privatgrundstücke anbieten. Die Bauzeit beträgt pro Pfeilerpaar etwa sechs Monate. Das westliche Widerlager der Brücke sowie das vierte Pfeilerpaar wird vom Gebiet der Stadt Ratingen aus über die Trasse angedient und beeinflusst den Verkehr in Heiligenhaus nicht.

Straßen.NRW ist weiterhin für den östlichen Bauabschnitt zwischen Velbert und Ratinger Straße verantwortlich und will, nach aktuellem Stand, die Strecke zwischen den Anschlussstellen "Heiligenhaus-Hetterscheidt" und "Heiligenhaus" (Ratinger Straße) im Herbst 2017 fertigstellen. Ebenfalls bauzeitbestimmend sei hier die Fertigstellung der Brücke über das Laubecker Bachtal im Sommer 2017, heißt es in der Mitteilungsvorlage für den Verkehrsausschuss.

"Für den laufenden Straßenverkehr sind bis Ende des Jahres durch anstehende Vollsperrungen an Wochenenden auf Velberter Stadtgebiet (Kreuzung vor dem Möbelgeschäft) noch größere Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten. Parallel zu den Arbeiten stellt der Landesbetrieb das neue Brückenbauwerk über die A 3 im Kreuz Ratingen fertig."

Quelle: RP
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