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Heiligenhaus
Abtsküche gibt sich ganz französisch

Heiligenhaus: Abtsküche gibt sich ganz französisch
Merle Lotz serviert Museumskustos Reinhard Schneider ein Gläschen Cidre. Dazu gibt's Baguette und Käse. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Bestes Sommerwetter lockte zum französischen Wochenende ins Museum. Von Henry Kreilmann

Nirgendwo wird in Heiligenhaus der deutsch-französischen Freundschaft so hingebungsvoll gehuldigt wie in der Heimatkundlichen Sammlung in der Abtsküche. Und das in einer Gemeinde, in der der Kontakt nach Frankreich durchaus eng ist. Wie an den vergangenen Tagen, da lockte das französische Wochenende zu französischer Lebenskultur in die Abtsküche: Speis' und Trank, wie Käse- und Wurstspezialitäten gab es zu kosten und zu erstehen, und im Garten neben dem Museum einen Hauch von Bretagne mitten in Nordrhein-Westfalen zu erleben.

"Das muss man einfach genießen", fand eine Besucherin. Schließlich sei es nicht selbstverständlich, dass es so etwas wie die Heimatkundliche Sammlung gebe, die vornehmlich ehrenamtlich vom Geschichtsverein betreut wird. Für die Freundschaft mit dem Nachbarland findet sich hier immer ein Plätzchen. Das französische Wochenende wird dabei von Jahr zu Jahr stets etwas umfangreicher.

Der französische Markt wird von unterschiedlichen Angeboten aus ganz Frankreich bestückt. Ein Cidrefestival eröffnete das Wochenende bereits am Freitag, und das inmitten der aktuell laufenden Sonderausstellung mit einem doch eher typisch deutschen Thema: "500 Jahre Reinheitsgebot", beides ergänzt sich hervorragend. Das Cidrefestival war dabei eine Premiere. Ebenso wie das kostenfreie Konzert der Jazz-Kombo Glen David Andrews & The Sazerac Swingers, angeboten vom Kulturbüro, zwar eher weniger französisch, aber trotzdem am richtigen Fleck.

Letztere waren übrigens keine Unbekannten, sie spielten bereits beim Jazzfestival vor zwei Jahren gegenüber in der Feuerwehrscheune. In den Vorjahren hat es bisher immer wieder unterschiedliche ergänzende Angebote gegeben, Vorträge, Lesungen, Dia-Vorführungen. Die deutsch-französische Freundschaft ist dabei ein Steckenpferd von Kustos Reinhard Schneider. Der stellvertretend für die Gemeinde Heiligenhaus allen voran zur Partnerstadt Meaux besonders intensiv ist. Regelmäßig gibt es Besuche von der einen in die andere Partnerstadt.

Das Städtchen nahe der französischen Hauptstadt Paris ist knapp 400 Kilometer Luftlinie von Heiligenhaus entfernt, seit 1965 ist die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt. Und regelmäßig ist sie Teil der Sonder-Ausstellungen im Museum Abtsküche. So waren im vergangenen Jahr die Ausstellungen "Typisch Französisch(es), Typisch Deutsch(es)" ein ausgesprochener Erfolg.

Quelle: RP
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