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Breitscheid
Ärger um Kreisel in Breitscheid

Breitscheid. Knapp ein Jahr ist es her, da hatte CDU-Mann Jörg Maaßhoff im Gespräch mit unserer Zeitung stolz verkündet, dass der heiß ersehnte Kreisverkehr im Höhe des Real-Marktes An der Hoffnung kommen werde.

Sogar eine Fertigstellung Ende 2016 hielten selbst die Planungsverantwortlichen im Rathaus noch Anfang vergangenen Jahres für durchaus realistisch.

Doch daraus wird nichts - obwohl man im Rathaus verzweifelt versucht, das Problem zu lösen. Das liegt diesmal allerdings nicht einmal bei der öffentlichen Hand, sondern an neuen Verantwortlichkeiten. "Es ist bisher nicht klar geworden, ob es einen neuen Eigentümer des Grundstückes gibt oder ob es sich lediglich um einen neuen Ansprechpartner in der Verwaltung handelt", so Maaßhoff, der Vorsitzender des zuständigen Bezirksausschusses ist.

Fakt sei jedenfalls, dass man bei Real entgegen früheren Zeiten den Kreisverkehr nicht mehr unterstütze. Der Grund sei dabei weniger, dass sich das Unternehmen dabei finanziell an den Baukosten beteiligen sollte, wie der Breitscheider CDU-Mann erfahren hat: "Es geht viel mehr darum, dass man einfach keinen Teil des Grundstücks für die Baumaßnahme abgeben möchte." Das wäre aber nötig, denn nur mit der öffentlichen Fläche ist der nötige Radius des Kreisverkehrs, durch den ja auch Lkw und Busse in großer Zahl fahren müssten, nicht hinzubekommen.

Die Stadt setzt nun auf Verhandlungen und auf die Einsicht des Projektpartners: "Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, denn enteignen darf man logischerweise nicht", sagt Maaßhoff. Dabei ist der Kreisverkehr eigentlich dringend nötig, denn die dortige Ampelanlage ist mittlerweile so alt, dass es nach Auskunft der Verwaltung keine Ersatzteile mehr dafür gibt.

(wol)
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