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Ratingen
Alle warten nur noch auf Winterwetter

Ratingen: Alle warten nur noch auf Winterwetter
Auf der Oberstraße herrschte am Samstag schon vorweihnachtlicher Hochbetrieb. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Zufriedene Gesichter im Handel: Am ersten Adventswochenende war es proppenvoll in der City und in Cromford. Von Wolfgang Schneider

Teilweise blauer Himmel, kein Regen und Temperaturen, die irgendwo zwischen nicht zu warm und zu kalt pendelten - das waren die Hauptzutaten für eine proppevolle Innenstadt am ersten Adventssamstag. "Ich hoffe mal, dass mit dem ersten Adventswochenende endlich Weihnachtsstimmung aufkommt. Denn der warme November hat nicht unbedingt dafür gesorgt, dass die Menschen daran gedacht haben, sich für den Winter mit Jacken, Mützen oder Handschuhen einzudecken", sagt Julius Egenberger vom gleichnamigen Sportgeschäft auf der Bechemer Straße. Erst am vergangenen Wochenende - mit den ersten Wintervorboten - habe sich das etwas verändert.

Ein Problem, unter dem auch die Weihnachtsmarktbeschicker in den ersten Tagen zu leiden hatten. "Klar, Glühwein geht immer, aber wenn es abends nicht so richtig kalt ist, ist es nicht so voll, dass die Menschen dicht gedrängt stehen", sagt die Verkäuferin hinter der Theke. Manuela Kessler, Vorsitzende des City-Kaufs, zieht dennoch eine positive Bilanz der ersten kompletten Weihnachtsmarkt-Woche: "Wir haben sehr viel positive Resonanz bekommen. Und ich denke, dass das Wetter im Dezember auch winterlicher wird, dann kommt auch noch mehr Gemütlichkeit auf, als an einem viel zu milden Novemberabend."

Beim Kunsthandwerkermarkt in Cromford präsentierte Angela Traumann Selbstgehäkeltes. Auf dem Marktplatz stimmen Deko und Angebot bestens - nur in Sachen Vorweihnachtswetter wäre noch Luft nach oben. FOTO: Achim Blazy

Nachdem die meisten Kunden ihre Einkäufe in der Stadt beendet hatten, wurde es auch im Industriemuseum Cromford voller, wo das gesamte Wochenende über der Kunsthandwerkermarkt stattfand - eine echte Alternative für Freunde individueller Weihnachtsgeschenke: "Ich bin hier schon beim letzten Mal fündig geworden und habe auch diesmal schon eine Kleinigkeit für meine Mutter zum Nikolaus gefunden", freut sich Jasmin Seitz: "Ich bin wirklich beeindruckt, was es hier alles zu sehen gibt." Zum 16. Mal fand der Markt statt, auf dem mehr als 30 Kunsthandwerker und Künstler ihre handgefertigten Objekte auf drei Etagen der Hohen Fabrik und im Erdgeschoss des Herrenhauses präsentierten. Zur Auswahl standen zum Beispiel Filz-, Stoff- und Wollkreationen, Gestecke, Glaskunst, Holzarbeiten, Karten, Keramik, Papierkunst und Seifen.

Dass in diesem Jahr wieder sehr viel Sportliches unter den Weihnachtsbäumen befinden wird, da ist sich Julius Egenberger sicher, auch wenn bei fast zweistelligen Temperaturen noch keiner an Schnee denkt: "Longboards sind auch in diesem Jahr wieder ein ganz großer Trend. Das hatten wir vergangene Weihnachten auch so, und das setzt sich in diesem Jahr wieder fort." Aber auch Accessoires seien sehr gefragt gewesen am ersten Adventswochenende: "Jacken und Mützen werden tatsächlich erst als Geschenke gekauft, wenn es draußen kälter ist", so der Einzelhändler. Manuela Kessler zog für den City-Kauf eine positive Bilanz dieses ersten Samstags: "Die Innenstadt war sehr voll, ein gutes Zeichen. Was meine Kollegen und mich natürlich besonders freut, ist dass die Leute nicht nur geschaut, sondern auch gekauft haben."

In der Tat war am späten Samstagmittag die Bechemer Straße ein Meer von Tüten und Verpackungen: "So muss es sein", sagt die City-Kauf-Vorsitzende, die sich freute, dass viele Einzelhändler mitzogen und zum Start ins Weihnachtsgeschäft die Öffnungszeiten verlängerten. Ob dem tatsächlich so ist, wird sich auch am 13. Dezember zeigen: Dann findet wieder der stadtweite verkaufsoffene Sonntag statt.

Quelle: RP
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