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Ratingen
Am Samstag Folk unter freiem Himmel

Ratingen: Am Samstag Folk unter freiem Himmel
Den Nachmittag bestreiten unter anderen die Bands "The Singer Is Always Late" (links) mit einer eigenen Interpretation vom Folkrock sowie "JJ And The Acoustic Machine" (rechts) mit einer Mischung aus Folk, Country und Pop. FOTO: privat
Ratingen. Fünf Euro kosten die Tickets für das Festival "Folkerdey" mit neun Bands auf dem Eisenzeitlichen Gehöft in West.

Auf dem Eisenzeitlichen Gehöft am Volkardeyer See sorgen neun Bands und zwei Tanzgruppen für ein sommerliches Musikvergnügen. Der Eintritt kostet fünf Euro, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Das Programm wird um 14 Uhr von der Band "Currach" eröffnet - eine Formation aus Bonn, deren Name auf ein irisches Fischerboot keltischen Ursprungs zurückgeht und die sich der traditionellen Musik der keltischen Länder, Irland, Bretagne und Schottland verschrieben hat.

Den Nachmittag bestreiten dann die Bands "The Singer Is Always Late" mit einer eigenen Interpretation vom Folkrock, "JJ And The Acoustic Machine", eine sechsköpfige Band mit einer Mischung aus Folk, Country und Pop, die Musikformation "The Young Folks" aus Bonn, die String Metal Band "Carpe Noctem" und "Ballad of Crows", ein Trio, deren Wurzeln in Schottland liegen. Dazu können sich die Besucher auf zwei Tanzgruppen freuen: "Las Salaitas" mit einem feurigen Flamenco und die Tänzer der "Scoil Rince Celtus" mit traditionellem irischen Tanz.

Jedes Jahr stehen auch die Mitbegründer und Mitorganisatoren des Festivals, Thomas Gurke und Alex Otto, auf der Bühne, diesmal wieder mit der eigenen Band "Drowsy Maggie". Mit zwei weiteren Musikern bringen sie tanzbare irische Folkmusik auf die Festivalbühne.

Für musikalische Kracher am Abend sorgen gleich zwei Bands: "SkaZka Orchestra" aus Berlin ist seit 2008 unterwegs und hat sich mit zwei Studioalben und über 800 Konzerten in Deutschland und Europa treues Tanzpublikum erspielt. Musikalisch ist SkaZka grenzenlos, erlaubt ist, was Spaß macht, von Ska über Klezmer, Jazz bis hin zu den Techno- und Drum'n Bass Beats, die auf Akkordeon, Trompete und Posaune akustisch intoniert werden - ein einzigartiger Mix.

Die Musiker der "Analogue Birds" bilden den Schlusspunkt. Im musikalischen Mittelpunkt steht das Didgeridoo, das Instrument der australischen Ureinwohner, das hier durch perkussive und rhythmische Spielweise Akzente setzt. Pulsierendes Schlagzeug und simultan zum Didge gespieltes Keyboard erzeugen treibende Rhythmen, runde Subbässe und sperrige Effektflächen. Perkussions-, Maultrommeleinlagen und der Einsatz von Livelooping bilden das i-Tüpfelchen des Zusammenspiels der Musiker. Doch mit dem Bühnenprogramm ist das Festival noch lange nicht zu Ende; bei der großen Session am Lagerfeuer wird bis in die Nacht hinein getanzt, gesungen, zugehört.

Das "Folkerdey" hat sich in den letzten Jahren zu einem richtigen Festival gemausert und ist seit Langem kein Geheimtipp mehr. Die Veranstalter legen Wert auf eine ausgewogene Mischung aus handgemachter Musik, Ambiente und einem Programm für alle Generationen. Vor allem die jüngsten Gäste sollen nicht zu kurz kommen: Für Kinder wird ein Bereich mit vielen Spiel- und Bastelmöglichkeiten eingerichtet. Neben der Freiluftbühne und dem Kinderbereich gibt es Kaffee und Kuchen sowie gekühlte Getränke und Leckeres vom Grill. In diesem Jahr wird das Catering wieder durch eine Paella des Spanischen Kulturvereins Ratingen erweitert. Das Folkfestival "Folkerdey" wird von den städtischen Jugendzentren Lux und Manege in Kooperation mit Alex Otto und Thomas Gurke (alias Drowsy Maggie) und dem Verein Eisenzeitliches Gehöft organisiert. Ohne das ehrenamtliche Engagement von vielen Helfern wäre das Festival nicht denkbar. Gerade dieser Hintergrund verleiht dem Festival die familiäre Atmosphäre.

Da das Festivalgelände am Eisenzeitliche Gehöft im Erholungspark des Volkardeyer Sees etwas versteckt gelegen ist, sollten Besucher am Haupteingang zum See parken und dem beschilderten Fußweg zehn Minuten zum Gehöft folgen. Direkt am Festivalgelände gibt es keine Parkmöglichkeiten. Wer mit der Straßenbahn-Linie 712 kommt, folgt von der Haltestelle "Felderhof" aus der Beschilderung. Für einen sicheren Heimweg nach Einbruch der Dunkelheit sorgt ein Shuttle, der die Festivalgäste für zwei Euro zu den Haltestellen Felderhof/Europaring und zum Hauptparkplatz bringt. Der Shuttle ist auch für den Transport von bis zu drei Rollstühlen ausgestattet.

Quelle: RP
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