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Heiligenhaus
Anlieger planen neue Herzogstraße mit

Heiligenhaus. Die Sanierung ist eines der Straßenbau-Großvorhaben des Jahres. Parallel dazu geht es an der Hauptstraße weiter. Von Paul Köhnes

Die frischen Baumstümpfe sind nicht zu übersehen, genauso wenig wie die Risse im Asphalt der Fahrbahn und holperige Gehwegplatten. Die Herzogstraße ist zwischen Mittelstraße und Kant-Gymnasium ein Sanierungsfall. Das wissen auch die Anlieger. Gut zwei Dutzend von ihnen sind beim Ortstermin dabei. Die CDU hat eingeladen, Tiefbauamtsleiter Michael Krahl hat die Pläne dabei und beantwortet erstmals Fragen zu einem Thema, das für ihn die kommenden Monate mit beherrschen wird.

"Wir setzen Ihnen keine fertige Planung vor. Sondern Module, die diskutiert werden sollen. Und Vorschläge sind willkommen", wirbt Krahl. Was am Ende in den Plänen stehen wird, diskutiert der Verkehrsausschuss erneut am Dienstag, 5. April.

An Diskussionsstoff mangelt es von Beginn an nicht. "Die Einmündung Mittelstraße/Herzogstraße lädt förmlich zum Gasgeben ein", moniert Jörg Elbert. Keine Spur von Tempo 30, wie es eigentlich sein sollte. Ein Kreisverkehr soll Abhilfe schaffen. Einige n der Runde setzen dagegen eher auf Kontrollen, denn es schwingt auch Skepsis mit: "Hier soll wohl ein Kreisverkehr her, weil die Anwohner dann besser zur Kasse gebeten werden können", heißt es. Von Kosten ist bisher nicht die Rede. Fest steht: Die Anwohner werden einen Teil des 750.000 Euro-Projekts zu bezahlen haben. "Schon seit drei Jahren" beobachtet Iris Meriste: "Die Herzogstraße ist eine Raserstrecke. Im Rathaus habe ich dazu bisher nur heiße Luft gehört." Probleme bereitet auch der allmorgendliche Bringeverkehr am Parkplatz des nahen Kant-Gymnasiums. Schulleiterin Britta Berschick und Unterstufen-Koordinatorin Kerstin Tetzner setzen auf eine geeignete "Kiss and ride-Zone". Reiner Pragmatismus, "denn wir werden den Großteil der Eltern nicht davon abhalten können, ihre Kinder zur Schule zu bringen", sagt Berschick. Morgens und mittags macht der Verkehr auch den Grundschülern auf dem Schulweg zu schaffen, so ihre Erfahrung. Leitgedanke der Schulleiterin, unabhängig von Details: "Wir brauchen nein Höchstmaß an Sicherheit." Ein Vorschlag zum elterlichen Bringedienst aus der Anlieger-Runde: "Drei Wochen die Halteverbote kontrollieren. Pro Verstoß 30 Euro kassieren - dann hält da niemand mehr."

Für Krahl gehen die Diskussionsrunden morgen weiter. Dann ist die Bürgerinformation einem weiteren Vorhaben - dem dritten Bauabschnitt für die Hauptstraße. Er betrifft die Strecke vom Kirchplatz bis zur Albert-Kiekert-Straße. Geplant ist, die Ergebnisse der Bürgerinformation ebenfalls in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses vorzustellen, so dass die Arbeiten - vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts - ausgeschrieben werden können. Dann sollen - wie bereits im ersten und zweiten Bauabschnitt - die Stadtwerke nach dem Stadtfest ab dem 30. Mai vorlaufend die Leitungen ab Laubecker Straße erneuern. Der Start der Straßenbaumaßnahme ist dann für den Beginn der Sommerferien geplant - in mehreren Abschnitten. Die Bauzeit wird bei abschnittsweiser Sperrung auf etwa ein Jahr geschätzt. Die Arbeiten kosten 1,4 Millionen Euro, so die aktuelle Schätzung der Tiefbauer.

Quelle: RP
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