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Ratingen
Anwohner ärgern sich über Schleichverkehr

Ratingen: Anwohner ärgern sich über Schleichverkehr
Bisher konnten die Autofahrer aus Richtung Brücke kommend nach rechts ins Wohngebiet abbiegen. FOTO: Joachim Preuß
Ratingen. Bürgermonitor: Wegen Sperrung der Bahnstraße suchen sich Autofahrer Wege durchs Wohngebiet. Von Marita Jüngst

Die Sperrung der Bahnstraße und die damit verbundenen Umleitungsstrecken sorgen nicht nur bei Anwohnern der Schwarzbachstraße für Unmut. Auch ein Anwohner der Gustav-Linden-Straße ärgert sich über den massiven Umleitungsverkehr.

Der Verkehr Richtung Innenstadt schlängele sich über die Bergstraße und die Gustav-Linden-Straße sowie die Calor Emag-Straße, deren Ampelanlage am Relaxa Hotel einem solchen Verkehrsansturm nicht gewachsen sei.

Auch das inzwischen aufgestellte "Durchfahrt Verboten - Nur Anlieger"-Schild am Eingang zu Bergstraße werde ignoriert. Teilweise werden Anwohner von Autofahrern mit Kennzeichen aus D, KR, MG, VIE gefragt, wie man denn aus diesem Wohngebiet wieder rauskomme. Auf die Frage, warum sie denn dort rein gefahren seien, gibt es immer die gleiche Antwort: "Ich wollte mal schauen ob ich nicht hierdurch in die Innenstadt komme."

Jeden Morgen und jeden Abend kommt es zum Stau im Wohngebiet. Dazwischen werden Kurven geschnitten, über den Bürgersteig gefahren, Geschwindigkeit überschritten, Hupkonzerte veranstaltet wenn es mal nicht zügig voran geht, Stichstraßen in Unwissenheit hochgebrettert und genauso schnell wieder rückwärts runter. Da die Verbotsschilder anscheinend nicht helfen, müsse hier anders durchgegriffen werden erklärt der Anwohner.

Ab heute wird jedenfalls für kurze Zeit Ruhe im Wohngebiet herrschen. Denn im Zuge der Fahrbahnsanierung der Bahnstraße ist jetzt die Sperrung der Bahnstraße/Homberger Straße bis zur Fester Straße erweitert worden. Eine Zufahrt von der Bergstraße beziehungsweise Poststraße auf die Bahnstraße ist deshalb voraussichtlich bis zum 17. November nicht möglich.

Eine entsprechende Umleitung wird neu eingerichtet. Die bereits bestehende Umleitung über die Balcke-Dürr-Allee/Mettmanner Straße/Industriestraße/Röntgenring und Freiligrathring bleibt weiterhin bestehen.

Nach Fertigstellung dieses ersten Abschnittes soll dann der Bereich zwischen der Karl-Theodor-Straße und dem Wilhelmring saniert werden. Während der Arbeiten bleibt die Bahnstraße dann in diesem Bereich Richtung Innenstadt befahrbar. Die Bauzeit beträgt hierfür ebenfalls rund vier Wochen.

Ab Montag, wenn auch in Ratingen wieder die Schule beginnt, wird sich zeigen, welche neuen Wege sich die Autofahrer suchen, um in Richtung Innenstadt oder wieder hinaus zu kommen.

Quelle: RP
 
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