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Heiligenhaus
Arbeiten an uralten und brandneuen Brücken

Heiligenhaus. Stahlteile für die A 44 werden geliefert, parallel dazu die L 156-Brücke in Hofermühle begutachtet.

Unterschiedlicher können Aufgaben kaum sein. Zweimal kümmern sich Bauspezialsten des Landesbetriebs Straßen.NRW um Heiligenhauser Brücken. Eine, die L156-Brücke in Hofermühle, steht schon seit über einem Jahrhundert. Die andere soll dereinst die A 44 über den Laubecker Bach voranbringen.

Die Arbeiten haben Folgen. Die Hülsbecker Straße in Heiligenhaus wird am Mittwoch (6. April) und Donnerstag (7. April) für den Verkehr gesperrt. Der Grund der Sperrung ist die Anlieferung von Stahlbauteilen für die zwei Pfeilerpaare der Talbrücke "Laubecker Bach". Die in Summe rund 220 Tonnen schweren Stahlbauteile werden von einem Kran abgeladen und an die Montageorte verbracht. In den folgenden Wochen werden die Stahlbauteile vor Ort verschweißt und anschließend auf den Pfeilern montiert. A 44-Bauleiter Olaf Wüllner weiß Details: "Der Stahl kommt aus Polen. Von dort rückt auch die Schweißerkolonne des Lieferanten an - etwa vier bis sechs Mann werden die Aufgabe übernehmen." Parallel dazu laufen Erd- und Betonarbeiten an und um die 88 nötigen Bohrpfähle.

Etwas komplizierter ist die Lage beim zweiten Vorhaben der kommenden Woche. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Niederrhein, wird in der Nacht vom 5. auf den 6. April eine Sonderprüfung des Brückenbauwerkes über die DB-Strecke im Zuge der L156 in Hofermühle durchführen. "Die Brücke ist nicht gerade im besten Zustand", so formuliert es Niklas Lösel (Straßen.NRW). Erst danach wird entschieden, ob und wie die Brücke weiter genutzt werden kann, so Lösel. Das erklärt auch ein Stück weit die übrigen Arbeiten: Zeitgleich erfolgen in diesem Bereich Erkundungsbohrungen für ein Bodengutachten. Da hierbei teilweise im Gleisbereich der Bahnstrecke gearbeitet werden muss, wird die Bahnstrecke für diese Arbeiten gesperrt. Zweck der Übung: Das zu erstellende Bodengutachten dient der Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs als Grundlage für die Planungen eines "Brückenersatzneubaus". Für die darauffolgenden Bohrarbeiten auf der L156-Hofermühle wird der Verkehr vom 6. April bis voraussichtlich 19. April über eine Baustellenlichtsignalanlage geregelt, so dass wechselweise eine Baustellendurchfahrt gewährleistet ist. Verkehrsbehinderungen sind zu erwarten. Der ortskundige Verkehrsteilnehmer sollte den Baustellenbereich umfahren.

(köh)
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