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Ratingen
Arbeiten im Autobahnkreuz dauern bis 2017

Ratingen: Arbeiten im Autobahnkreuz dauern bis 2017
Die Baustelle im Autobahnkreuz Ost verlängert sich mindestens um ein halbes Jahr. Ab Mai soll man aber wieder von der A44 auf die A3 Richtung Oberhausen abbiegen können. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Ende 2016 sollte das Kreuz Ost in alle Richtungen befahrbar sein. Der Umleitungsverkehr verstopft die Innenstadt. Von Joachim Preuss

Ost Schlechte Nachricht für Dumeklemmer und Berufspendler: Das Autobahnkreuz Ratingen Ost bleibt voraussichtlich bis Sommer nächsten Jahres wie bisher einseitig gesperrt. Bekanntlich wurde für den Bau des Lückenschlusses nach Velbert eine Brücke abgerissen, seitdem kann man von der A44 nicht mehr auf die A 3 in Richtung Oberhausen auffahren. Folge: Der Auto- und Schwerlastverkehr quält sich durch die Innenstadt, lange Staus auf der A52 vor dem AK Breitscheid in Richtung Essen.

Wilhelm Droste, CDU-Landtagsabgeordneter aus Ratingen, hatte sich über den Fortgang der Arbeiten gewundert: "Auf den Schildern ist immer noch die Rede von der Fertigstellung Ende 2016, doch die Arbeiten scheinen doch umfangreicher zu sein." Am 23. September richtete er eine offizielle Anfrage an NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD). Damit bat er "zeitnah" um eine "verbindliche Auskunft", um welchen tatsächlichen Zeitraum sich die Baumaßnahmen am Kreuz Ratingen Ost verzögern werden und welche Baumaßnahmen zu welcher Zeit im Rahmen des Lückenschlussprojektes noch stattfinden werden. Bis gestern hat Droste keine Antwort bekommen.

Mario Korte, Landesbetrieb Straßenbau NRW, auf RP-Anfrage gestern: "Die Bauzeit hat sich aufgrund von umfangreichen zusätzlichen Erdarbeiten zur Sicherung von Baugruben verlängert." Der Bereich befinde sich in einer Wasserschutzzone: "Der notwendige Abstimmungsprozess sowie die eigentliche Ausführung der zusätzlichen Leistungen erforderte eine längere Bauzeit." Das Ende der Arbeiten sei "voraussichtlich im Sommer 2017". Die Rampe von der A 44 aus Düsseldorf zur A 3 in Fahrtrichtung Oberhausen werde voraussichtlich im Mai 2017 den Verkehrsteilnehmern wieder zur Verfügung stehen.

Droste befürchtet jedoch, dass selbst der Sommertermin nicht eingehalten werde. Dem Abgeordneten geht es vor allem um die Planungssicherheit: "Pendler und Schwerlastverkehr müssen wissen, wie lange sie sich noch auf Umleitungen einstellen müssen." Besonders zwischen Herbstferien und Weihnachten dürfte die Sperrung des Kreuzes Ost zu viel Verkehr führen: Kaum noch jemand ist im Urlaub. Etwa 26.000 bis 30.000 Fahrer von Autos und Lastwagen nutzten täglich die A44 - die suchen sich andere Wege und verstopfen regelmäßig die innerstädtischen Straßen. Der abendliche Stau auf der Mülheimer Straße in Richtung AK Breitscheid reicht regelmäßig bis auf den Wilhelmring oder sogar Freiligrathring. Ab Mai 2017 könnten Autofahrer Richtung Düsseldorf die neue Rampe zur A3 Richtung Oberhausen nutzen. Die entsprechenden Bau- und Umleitungsschilder wurden aber noch nicht angepasst an die neuen Termine: Dort ist immer noch die Rede von "Ende 2016" für die Fertigstellung.

Korte: "Der Austausch der Informationstafeln vor Ort werden wir im Rahmen der notwendigen Vollsperrung der A3 Mitte November vornehmen lassen, um zusätzliche Eingriffe in den Verkehr zu vermeiden." Aktuelle Autobahn-Verkehrsinfos gibt es unter www.verkehr.nrw.de und www.google.de/maps. Google zeigt auch Staus auf Land- und innerörtlichen Straßen halbwegs verlässlich an. Die Daten stammen von Autofahrern, die mit dem Handy online sind.

Quelle: RP
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