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Ratingen
Atommüll ist am Sonntag Thema bei Matinée der Umweltschützer

Ratingen. Der BUND Ratingen lädt zu einer Filmmatinée ein für Sonntag, 6. März , 10.30 Uhr, im Ratinger Kino, Lintorfer Straße 1. Gezeigt wird der Film "Die Reise zum sichersten Ort der Erde". Anschließend gibt es ein Gespräch mit Klaus Brunsmeier, Mitglied der Atommüllendlagerkommission des Bundestages und stellvertretender Vorsitzender des BUND Bundesverbands. Der Eintritt ist frei.

Das Thema ist das Problem der Atommüllendlagerung. Der Dokumentarfilm wurde 2013 von dem Schweizer Regisseur Edgar Hagen gedreht. Er macht deutlich, dass nicht nur in Deutschland verzweifelt nach einem sicheren Endlager für Atommüll gesucht wird, sondern in allen Ländern, die Nuklearenergie einsetzen. Auf Atomkraftwerksgeländen und in Zwischenlagern rund um die Welt lagern heute provisorisch mehr als 350.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll und abgebrannte Brennelemente. Jährlich kommen über 10.000 Tonnen dazu. Es sind die gefährlichsten je von Menschen produzierten Abfälle, für die Endlagerstandorte gefunden werden müssen. Orte, wo die Gefahr für künftige Generationen bis in alle Ewigkeit gebannt ist.

Neben der Gefahr durch lecke Atomkraftwerke wie Thiange in Belgien taucht auch das Problem der Endlagerung immer wieder in den Schlagzeilen auf. In Ostfrankreich, 120 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, soll im lothringischen Bure ein Atommüll-Endlager errichtet werden. Nicht nur vor Ort, sondern auch in den angrenzenden deutschen Bundesländern formiert sich heftiger Widerstand. Aktuell verdächtigen die Grünen die Bundesregierung, den Export von Atommüll aus NRW in die USA zu planen. Die Einstufung des stillgelegten Atommeilers Hamm-Uentrop als Forschungsreaktor mache dies möglich.

Klaus Brunsmeier, von Beruf Ingenieur für Landschaftspflege, ist seit 2007 stellvertretender Bundesvorsitzender des BUND. Im April 2015 wurde er als einer der zwei Vertreter der Naturschutzverbände nominiert als Mitglied der vom Bundestag eingesetzten Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe.

Aufgabe der Kommission ist es, nach dem Standortauswahlgesetz von 2013 ein sicheres Endlager für Atommüll zu suchen, nachdem die Eignung des Salzstocks in Gorleben zunehmend bezweifelt wird. Der Bericht der Kommission ist für Juni 2016 angekündigt.

Quelle: RP
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