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Heiligenhaus
Auf der Brache entsteht eine neue Kita

Heiligenhaus: Auf der Brache entsteht eine neue Kita
Die Pläne sind fertig, die Schubkarre schon da. Awo-Mitarbeiterinnen sowie Michael Beck (l.) und Thomas Langmesser freuen sich auf den Kita-Start. FOTO: dj
Heiligenhaus. Bereits Ende August soll die neue Einrichtung der Awo in Modulbauweise stehen. Bezugsfertig ist sie dann Anfang September. Von Marita Jüngst

Eine größere Pfütze zeugt vom Regen in der vergangenen Nacht. Eine vergessene Schubkarre und eine Kabeltrommel, sonst gibt es auf der Brachfläche an der Straße "Am Siepen" derzeit außer Erde und Unkraut nichts zu sehen. Doch hier soll bereits Ende August die neue Kindertagesstätte der Awo fix und fertig stehen. Wie das geht, erklärten gestern Beigeordneter Michael Beck, Jugendamtsleiter Thomas Langmesser und die Mitarbeiterinnen der Awo.

Die Einrichtung in zentraler Lage wird eine Übergangslösung sein, bis der eigentliche Neubau im Linderfeld-Quartier in Rathausnähe fertig ist. Und deshalb wird die Interimslösung auch nicht Stein auf Stein gemauert, sondern in Fertigmodulen angeliefert. "Das Aufstellen dauert ein, zwei Tage", sagte Langmesser. Mit dem zweifelhaften Charme bekannter Container soll diese Variante aber nichts gemein haben. "Das sieht sogar richtig gut aus", sagte Hildegard Schröder, Geschäftsführerin der Awo im Kreis Mettmann.

Um allen Kindern nach den Sommerferien einen Kindergartenplatz anbieten zu können, musste die Stadt schnell handeln. "Wir haben bekanntlich das schönste der Problem der Welt, nämlich mehr Kinder durch den Zuzug von jungen Familien", sagte Michael Beck. Und das bedeutet: "Wir müssen mehr als 100 Kinder zusätzlich versorgen". Und da die Stadt schon in der Vergangenheit alles daran gesetzt hat, erst gar keine Wartelisten aufzumachen, wollte sie auch diesmal alles daran setzen, genug Plätze bereitzuhalten. Einen Partner fand sie in der Awo, die bereits eine Kita in der Heide betreibt.

Neue Leiterin in der neuen, dreigruppigen Kita wird Elisabeth Milich. Insgesamt werden sieben pädagogische Mitarbeiterinnen zwischen 55 und 60 Kinder betreuen. "Wir haben noch ein paar freie Plätze für Kinder über drei Jahre. Die können auch gerne vier oder fünf Jahre alt sein", sagt Fachbereitsleiterin Verena kleine Holthaus.

Bis der Betrieb am Standort "Am Siepen" richtig losgehen kann, werden die ersten Neuen in der Kita in der Heide betreut. Anfang September sollen dann aber die neuen Räume komplett eingerichtet und ausgestattet sein, hofft Hildegard Schröder.

Der Neubau im Linderfeld-Quartier könnte nach bisherigen Planungen in zwei Jahren fertig sein. "Nach den Sommerferien werden wir die Pläne in den Gremien beschließen", sagte Beck. Auf dem Gelände, das bisher als Parkplatz für städtische Mitarbeiter diente, soll aber mehr als nur eine Kindertagesstätte entstehen. Der Awo Seniorentreff soll dort ebenfalls einziehen. Entstehen sollen dort zusätzlich seniorengerechte und auch frei finanzierte Wohnungen. Das alles in direkter Innenstadtlage. Die endgültige Kita bietet dann sogar Platz für insgesamt vier Gruppen. Die könnten nötig sein, wenn noch mehr Familien nach Heiligenhaus ziehen.

Quelle: RP
 
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