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Ratingen
Begleiter für die Rheinbahn-Fahrt

Ratingen. Die Fahrgastbegleiter des Unternehmens helfen bei Bedarf unter anderem Senioren, Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Krücken. Der Service ist für die Kunden kostenlos. Von Sonja Schmitz

Zielgruppe Wer Unterstützung bei der Fahrt mit Bus und Bahn benötigt, sollte sich mindestens einen Tag im Voraus an den Begleitservice wenden. In Anspruch genommen wird das Angebot vor allem von Senioren und Fahrgästen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. "Wir haben zu 80 Prozent Stammgäste", berichtet Nicole Rittmann von der Rheinbahn. Viele lassen sich beispielsweise zu einem Arzttermin oder zum Friedhof begleiten. Darunter sind häufig Nutzer eines Rollators. Aber auch Patienten, die nach einer Verletzung mit Gipsfuß und Krücken unterwegs sind, fühlen sich sicherer, wenn ihnen in dieser ungewohnten Situation jemand behilflich ist. Außerdem arbeitet der Begleitservice mit dem Blindenverband zusammen. "Wir sind aber kein Ersatz für einen Behindertentransport, das würde uns in Schwierigkeiten bringen", erklärt Rittmann. Die Fahrgäste können nicht getragen werden. Sie sollten in der Lage sein, mit Unterstützung ein- und aussteigen zu können.

Die Helfer Im Schnitt sind etwa 80 Mitarbeiter für den Begleitservice im Einsatz. Die meisten von ihnen sind Langzeitarbeitslose, die sich als Ein-Euro-Jobber mit ihrem Einsatz für den ersten Arbeitsmarkt qualifizieren möchten. Zurzeit beträgt laut Rittmann die Vermittlungsquote gut 23 Prozent. Aber die Helfer profitieren auch auf andere Weise: "Keiner von uns ist so nah am Fahrgast wie die Begleiter", sagt Rittmann. "Sie bekommen direkt den Dank der Kunden zurück. Dadurch, dass diese mit der Unterstützung Besuche machen können, zu denen sie alleine nicht in der Lage sind, bringt ihnen dies Lebensfreude und Lebensqualität."

Der Service Das Angebot gilt von 7 bis 19.30 Uhr. Zu diesen Zeiten ist auch die kleine Zentrale des Begleitservice der Rheinbahn am Hauptbahnhof ansprechbar. Bei der Anmeldung wird geklärt, welche Einschränkung der Fahrgast hat, wann und wo er die Hilfe benötigt. Wenn der Kunde schlecht laufen kann, wird darauf geachtet, dass die Route keine Hochbahnsteige enthält. Nach Bedarf holen die Fahrgastbegleiter die Kunden an der Haustür ab, sind während der Fahrt an ihrer Seite und bringen sie ans gewünschte Ziel. Dabei fahren sie auch bis in die nähere Umgebung, zu Nachbarstädten wie Krefeld Duisburg und Neuss, die die Rheinbahn ansteuert. Handelt es sich um einen kürzeren Termin, können die Helfer nach Wunsch dabei bleiben oder zum Abholen wiederkommen. Bei längeren Aufenthalten kommt meist ein anderer Kollege für das Abholen zum Einsatz.

Kontakt Kontakt zum Begleitservice können Interessenten aufnehmen unter Telefon 0211/5823456 oder per Mail an folgende Adresse: begleitservice@rheinbahn.de.

Quelle: RP
 
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