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Ratingen
Bezirksausschuss beschließt Bebauungsplan für die Innenstadt

Ratingen: Bezirksausschuss beschließt Bebauungsplan für die Innenstadt
Das aktuelle Modell Bechemer Straße/Karl Theodor Straße/Poststraße: Oben ist die Bebauung für die ehemalige Stern-Apotheke zu sehen. FOTO: achim blazy
Ratingen. Im Bezirksausschuss Mitte berieten die Politiker über den soeben vorgelegten Bebauungsplan für den Bereich Bechemer Straße/ Karl-Theodor-Straße/ Poststraße (unsere Zeitung berichtete). Für Gerold Fahr von der CDU ein absolutes Muss: "Wir sind durch den Bauherren schon bei den ersten Häusern an der Bechemer Straße über den Tisch gezogen worden. Mit dieser schlauchartigen Erscheinung ist das kein optimaler Städtebau. Umso wichtiger ist es, dass wir das jetzt mit einem Bebauungsplan verhindern können."

Grünen-Politiker Siegfried Aring dagegen wollte die Schuld für die Konflikte zwischen Bauherrn und Stadt nicht alleine bei dem Investor suchen: "Diesen Bebauungsplan könnte man ganz gut als das Spiel von Macht gegen Gier bezeichnen. Auf der einen Seite steht der gierige Bauherr, auf der anderen Seite die mächtige Verwaltung." Trotzdem winkte der Ausschuss letztlich einstimmig den Vorschlag der Verwaltung durch. Ruhe kommt damit trotzdem nicht. Denn wie Baudezernent Jochen Kral verdeutlichte, wird die Stadt mit diesem Satzungsbeschluss im Rücken in die nächste Instanz gehen und Berufung gegen das Urteil einzulegen, das dem Investor letztlich mehr oder weniger freie Hand gab.

Ebenfalls intensiv setzten sich die Ausschussmitglieder mit einem neuen Standort für die Ratinger Tafel auseinander. Dass die im alten Standort aufgrund der viel zu engen und ungünstigen Verhältnisse nicht bleiben kann, ist jedem klar. Die Idee, die Tafel in den Ostbahnhof umzusiedeln, fand allerdings keine Mehrheit. Stattdessen soll die Verwaltung jetzt in enger Absprache mit den Verantwortlichen Alternativstandorte finden. Einen brachten Aring und Fahr bereits ins Rennen: Im Bereich der Schule Graf-Adolf-Straße, die ja schon so etwas wie das Sozialzentrum der Innenstadt ist, könnte sich ein Platz finden lassen. Wichtig ist für die Tafel, neben mehr Platz und einem möglichst ebenerdigen Raum, eine gute Anbindung an den ÖPNV, damit die Kunden problemlos dorthin können können.

Im Juni soll sich nun erstmals ein Runder Tisch mit Vertretern der Verwaltung, der Tafel sowie von Diakonie und Caritas treffen, um Möglichkeiten für einen neuen Standort auszuloten.

(wol)
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