| 00.00 Uhr

Ratingen
Bezirksausschuss spricht sich gegen Stadtgärtnern aus

Ratingen. Die Enttäuschung war vielen Mitgliedern und Besuchern des Bezirksausschusses Mitte anzusehen, als CDU und BU den Start von Urban Gardening verhinderten, indem sie gegen die geplante Auftaktveranstaltung und den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort im Grünzug Wallstraße/Beamtengässchen stimmten. "Wie kann das sein", fragte sich Ute Meier, sachkundige Bürgerin von Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss, "wo bisher einstimmige Beschlüsse von Rat und Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss das Stadtgärtnern nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern einhellig begrüßt haben. Außerdem hat eine Onlineumfrage der Verwaltung großes Interesse der Bevölkerung an dem Projekt, auf städtischen Grünflächen Nutzpflanzen anzubauen, ergeben.

Eine Gruppe von 19 Bürgern hat sich bereiterklärt, unentgeltlich diese Flächen zu bearbeiten." Einige der Stadtgärtner waren bei der Sitzung anwesend und bekundeten, dass sie nur darauf warteten loszulegen und nicht nachvollziehen könnten, dass sie von der Politik ausgebremst wurden. "Es kann sich da nur um ein Missverständnis handeln", so Meier, "die Fläche für das Modellprojekt soll kein Schrebergarten in Ratingen Mitte sein, zu dem nur eine begrenzte Anzahl von Personen Zutritt hat, sondern die Fläche bleibt eine öffentliche Grünfläche für alle Bürgerinnen und Bürger und damit für alle zugänglich, die von der Stadt angelegt und mit Obst und Gemüse bepflanzt und von den Freiwilligen gepflegt wird, an der Ernte können sich aber alle bedienen, das ist denjenigen, die sich für die Pflegearbeiten gemeldet haben, auch bewusst." "Es wäre sehr schade, wenn die Vegetationsphase verstreichen würde, ohne dass mit dem Projekt begonnen werden könnte," so Edeltraud Bell, sachkundige Bürgerin im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Ratingen: Bezirksausschuss spricht sich gegen Stadtgärtnern aus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.