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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
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Ratingen. Noch Tage nach dem Race am Rhein wird in Ratingen kontrovers diskutiert. Echte Begeisterung war wenig zu spüren. Es muss ein vernünftiges Komplett-Paket her.

Es ist in Ratingen nicht anders als anderswo: Bei öffentlichen Veranstaltungen fühlen sich immer Bürger gestört. Dem Einen ist es zu laut, der Andere fühlt sich durch Sperrungen beeinträchtigt, und viele Beschwerdeführer sind einfach Dauernörgler, die nur ihre Ruhe haben wollen und den Mitmenschen nichts gönnen können. Was solche Menschen gerne vergessen: Eine Stadt ohne die eine oder andere Attraktion ist eine tote Stadt.

Mehr noch: Auch Freizeitangebote, Veranstaltungen aller Art, zählen zu den wichtigen "weichen" Standortfaktoren, wenn es darum geht, sich privat niederzulassen oder sein Unternehmen hierhin zu verlagern. Wer in die Stadt zieht, um möglichst alle Versorgungsangebote wahrzunehmen, muss auch e Bespaßungsaktionen in Kauf nehmen. Friedhofsruhe gibt es woanders. Das alles sollte man bei der Diskussion ums Race am Rhein nicht vergessen. Es gehört zum vernünftigen Stadtmarketing, tolle Events, die vor den Toren der Stadt stattfinden, möglichst in die Stadt zu holen, um davon zu profitieren. Das ist gutes Handwerk und wird landauf, landab praktiziert. Ein paar eigene Angebote dazu, um auch Leute anzulocken und zu begeistern, und fertig ist das Gesamtpaket.

Wenn aber das Radrennen am Sonntag die Generalprobe für eine mögliche Tour de France-Etappe durch Ratingen sein sollte, dann war das ein Fiasko. Einfach nur Radfahrer durch die Stadt kurven lassen, reicht nicht aus. Entsprechend wenig Zuschauer zog es in die Stadt.

Ohne Absperrungen geht es nicht, aber man muss die Bürger mitnehmen. Das ist nicht geschehen. Keine eigene Veranstaltung am Rande der Strecke. Nichts. Stattdessen berechtigte Beschwerden von Anwohnern, die offenbar nicht informiert worden waren. Wenn im kommenden Jahr das Tour-Spektakel auch in Ratingen stattfinden sollte, muss ein Komplett-Paket in der Stadt geschnürt werden. Für halbe Sachen darf man kein Geld ausgeben.

Quelle: RP
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