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Lintorf
BU will Unfall-Kreuzung entschärfen

Lintorf: BU will Unfall-Kreuzung entschärfen
Mit schwerem Gerät musste die Feuerwehr die verletzte und eingeklemmte Fahrerin aus dem Auto bergen. FOTO: Feuerwehr Ratingen
Lintorf. Nach der Kollision an der Ecke Rehhecke/Krummenweger Straße fordern Bürger und Politiker einen Kreisverkehr. Von Joachim Preuss

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Einmündung Krummenweger Straße/Rehhecke (RP berichtete) ist wieder die alte Forderung nach einem Kreisverkehr laut geworden. Denn dort kommt es oft zu gefährlichen Situationen, mehrfach hat es teilweise heftig gekracht, Verletzte waren zu beklagen. BU-Ratsherr Detlev Czoske, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses, verwies auf die alte BU-Forderung nach Einrichtung eines Kreisverkehrs und hat eine Machbarkeitsstudie beantragt.

Die Polizei vermeldete gestern der Unfallhergang: Gegen 14.05 Uhr war ein 31-jähriger Ratinger mit einem Mercedes Sprinter auf der Krummenweger Straße (L 139) in Richtung Lintorf unterwegs. An der Einmündung Rehhecke setzte er nach eigenen Angaben versehentlich den rechten Fahrtrichtungsanzeiger, obwohl er erst eine spätere Abzweigung nehmen wollte. Auf diese Blinksignale des Sprinters vertraute aber eine 57-jährige Ratingerin, die mit ihrem Ford Fiesta von der Straße Rehhecke nach links in die vorfahrtberechtigte Krummenweger Straße einbog. Weil der Mercedes Sprinter seine Fahrt entgegen seiner Fahrtrichtungsanzeige jedoch geradeaus in Richtung Innenstadt fortsetzte, kam es im Einmündungsbereich zur schweren Kollision der beiden Fahrzeuge. Die schwer verletzte Frau wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden (die RP berichtete).

So sieht die Unfall-Kreuzung aus, wenn man vom Kreisverkehr am Krummenweg kommt und Richtung Lintorf fährt. FOTO: Achim Blazy

Czoske: "Bereits im Jahr 2005 hatte die Bürger-Union mehrere Verbesserungsvorschläge für den Kreuzungsbereich unterbreitet, die einstimmig in den jeweiligen Ausschüssen verabschiedet wurden." Doch nur eine Querungshilfe an der nahen Bushaltestelle sei errichtet worden.

Den geforderten Kreisverkehr habe die Stadt mit Hinweis auf begrenzten Platz abgelehnt. Es sei damals eine Ampelanlage geplant worden. "Nachdem sie aber bisher nicht errichtet wurde und sich nunmehr nach dem Sturm Ela der Baumbestand dort reduziert hat, sollte über die Realisierung eines Kreisverkehrs nochmals nachgedacht werden", so Czoske. Bei der Polizei ist die Kreuzung bestens bekannt. Die Verkehrsunfallkommission hat sie sich im September 2014 angesehen. Sie sei eine Unfallhäufungsstelle, sagte Thomas Decken, Direktionsleiter Verkehr bei der Kreispolizei. Es habe zuletzt sechs Unfälle mit drei Verletzten gegeben. Beteiligt waren zwei Motorradfahrer, ein Radfahrer. Für Radler sei die Kreuzung problematisch wegen der gegenläufigen Verkehrsführung des Radwegs. Es sei empfohlen worden, die Beschilderung zu ändern, den Grünbewuchs zu reduzieren und die farbige Markierung des Radweges zu erneuern. Die Polizei kontrolliere dort regelmäßig die Geschwindigkeit und das Verhalten an der Einmündung. Ein Kreisverkehr, so Decken, würde deutlich die "Sicherheit und die Leichtigkeit" des Verkehrs erhöhen. Auf der RP-Facebook-Seite wird das Thema heiß diskutiert. Einhellige Meinung dort: Ein Kreisverkehr muss her. Besonders zu Stoßzeiten habe man kaum eine Chance, nach links auf die Krummenweger Straße abzubiegen, schreibt Sebastian Büter.

Quelle: RP
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