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Lintorf
Bürger nehmen Lintorf unter die Lupe

Lintorf: Bürger nehmen Lintorf unter die Lupe
Die nicht mehr benutzten Schienen unweit der Kirche St. Johannes stören unter anderem die Rollatorfahrer. FOTO: achim blazy
Lintorf. Die Awo Angerland hatte zu einer Quartiersbegehung eingeladen, um festzustellen, was den Bürgern in ihrem Stadtteil fehlt oder nicht gefällt. Wanderfreundin Renate Escher führt die etwa 20-köpfige Gruppe. Von Monika von Kürten

Niemand kennt einen Stadtteil besser als seine Bewohner selber. Tag für Tag gehen oder fahren sie durch "ihre" Straßen. Dabei fällt den aufmerksamen Bürgern ins Auge, was gefällt oder was als verbesserungswürdig empfunden wird. In Lintorf hatten interessierte Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zu sagen. Die AWO-Angerland hatte zu einer Quartiersbegehung eingeladen.

"Wir wollen offenen Auges durch unseren Ort gehen und sammeln, was uns stört, was fehlt oder was man verbessern könnte. Diese Punkte werden durch die Rats- und Bezirksausschussmitglieder, die die Begehung begleiten, direkt an die politischen Gremien weitergeben", erklärte Max Kompalik, erster Vorsitzender der AWO Angerland, die Idee dieser Veranstaltung.

Gut 20 interessierte Bürger sind bei schönstem Frühlingswetter der Einladung gefolgt. Zusammen mit Renate Escher, die in regelmäßigen Abständen Wanderungen in die nähere Umgebung mit den Besuchern der AWO organisiert, liefen sie durch den Nord-Osten Lintorfs. "Hier gibt es viele schöne Ecken, die zum Spazieren gehen oder Rad fahren einladen. Aber ist gibt auch einige Stellen, die verbesserungswürdig sind", sagte Liesel Pützer. Die Seniorin wünschte sich, wie viele andere Teilnehmer der Begehung, mehr Querungshilfen an den Straßen. Denn der Verkehr in Lintorf nimmt immer mehr zu.

So wurde beispielsweise an der Kreuzung Breitscheider Weg/Am Löken der Wunsch nach einer solchen Querungshilfe laut. Dort befinden sich zwei Bushaltestellen, die stark frequentiert werden. Von dort aus auf die jeweils andere Straßenseite zu wechseln, ist jedes Mal ein gefährliches Unterfangen. Ähnliche Gefahren lauern an der Rehhecke. Speziell auf der Höhe der beiden Supermärkte wäre eine Querungshilfe sehr nützlich. Besonders für die älteren Bürger, die hier einkaufen gehen, wurden auch Bänke gewünscht.

Die sehr verwilderte Bahntrasse neben der St. Johannes-Kirche war ein weiterer Kritikpunkte. Obwohl diese Strecke seit geraumer Zeit stillgelegt wurde, weisen noch immer Verkehrsschilder auf einen unbeschrankten Bahnübergang hin. Dies verwirre die Verkehrsteilnehmer nur, war die einhellige Meinung der Gruppe. Außerdem seien die Gleise Stolperfallen. Angelika Kompalik, SPD Vorsitzende des Stadtbezirks Lintorf/Breitscheid: "Es ist schon lange geplant, aus der Trasse einen Fußgänger- und Radweg daraus zu machen. Die Stadt ist in Gesprächen mit den Grundstückseigentümern, die bisher aber noch nicht zu einer Einigung geführt haben." Immer wieder wurden die begleitenden Lokalpolitiker auf Stolperfallen auf den Bürgersteigen hingewiesen und auf Bushaltestellen, bei denen eine Überdachung gewünscht wurde. "Auch auf unschöne Kleinigkeiten konnten wir hinweisen", sagte Heide Büth. Als Lintorferin kennt sie ihr "Quartier" recht gut. Zurück in den Räumlichkeiten der AWO Angerland ließen die Teilnehmer der Quartiersbegehung die Wanderung noch einmal Revue passieren. Die einzelnen Kritikpunkte wurden aufgeschrieben und kurz diskutiert.

Auch Problemstellen, die nicht mit auf dem Tourweg lagen, wurden vorgebracht. So wurde zum Beispiel bemängelt, dass sich bei starkem Regen die Straßenränder an der Speestraße, vor allem in Höhe des alten Rathauses, in große Pfützen verwandeln. Ewald Geldmacher und Stefan Grebing vom Stadtrat sowie Peter Seidler, Mitglied des Bezirksausschusses Lintorf/Breitscheid, machten sich eifrig Notizen. Sie versprachen, die geäußerten Wünsche und Vorstellungen in den entsprechenden Gremien einzubringen.

Quelle: RP
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