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Ratingen
Bürger Union will Kita-Beiträge senken

Ratingen: Bürger Union will Kita-Beiträge senken
Die Bürger Union will die Beiträge für die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen senken. Dies gehöre zu den wichtigen weichen Standortfaktoren einer attraktiven Stadt, argumentiert die Fraktion. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Klausurtagung: Die Fraktion setzt auf eine verbesserte Betreuungsqualität in den städtischen Einrichtungen. Von Norbert Kleeberg

Die finanzielle Situation der Stadt ist in den nächsten Jahren recht komfortabel. Es ergeben sich Spielräume und die Möglichkeit, Akzente zu setzen. Die Fraktion der Bürger Union (BU) hat am vergangenen Wochenende bei einer Klausurtagung in Ratingen den Entwurf des Doppelhaushaltes beraten - zusammen mit Kämmerer Martin Gentzsch.

Für das Haushaltsjahr 2016 und 2017 sei aufgrund unerwartet hoher Gewerbesteuererträge statt eines Defizits von vier Millionen Euro mit einem Ergebnisüberschuss von mindestens 15 Millionen Euro zu rechnen. Der Kämmerer betonte, dass die aktuelle Steuerkraft noch nie so hoch war wie zurzeit. Es gebe eine konjunkturelle Hochphase mit erheblichen Steuermehreinnahmen bei der Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer. Die RP fasst die wichtigsten Beschlusspunkte der BU zusammen. Elternbeiträge

Die BU hat bereits im Jahr 2008 beantragt, die Kindergartenplätze - zumindest stufenweise - für alle Kinder kostenlos bereitzustellen (wie dies in Düsseldorf bereits praktiziert wird). Bei den Kindergartenbeiträgen handele es sich um einen weichen Standortfaktor, der die Attraktivität der Stadt für junge Familien erhöht.

Gegen die Stimmen der BU wurde im Dezember 2016 die Erhöhung der Beiträge für die Betreuung in Tageseinrichtungen für Kinder in der Kindertagespflege im Stadtgebiet beschlossen. "Dies gilt es, rückgängig zu machen", so die Fraktionsspitzen Rainer Vogt und Angela Diehl. In den Haushaltsberatungen werde die Fraktion einen Antrag auf Senkung der Kita-Elternbeiträge stellen, kündigten Vogt und Diehl in einem Schreiben an. Vertretungspool an Kitas

Zurecht hätten Betroffene darauf hingewiesen, dass dringend mehr Personal in den Kindergärten erforderlich sei. Der "Notdienst" stehe in der Kritik. Die Fraktion der BU hat beantragt, den Stellenplan von sieben zusätzlichen Stellen für Vertretungskräfte zu erweitern. Mehr Ogata-Qualität

Nach Auffassung der BU gilt es, die gute Qualität der Betreuung der Ogata-Gruppen noch einmal zu verbessern. Die von der Stadt gewährten Zuschüsse sollen erhöht werden. Auch dies soll Thema bei den Haushaltsberatungen sein. Digitalisierung in Schulen

Die Schulen sollen, wie dies in anderen Städten längst der Fall sei, flächendeckend mit W-LAN ausgestattet werden. Dies hatte man bereits im Februar 2016 beantragt. Die städtischen Gebäude seien für die W-LAN-Nutzung bisher zum größten Teil baulich nicht eingerichtet. Keine Grundsteuererhöhung

Die Fraktion der BU hat sich, wie in den Jahren 2011 und 2012, auch im Jahr 2015 gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene und dann gegen ihre Stimmen beschlossene Grundsteuererhöhung ausgesprochen und beantragt, dass die Grundsteuererhöhung rückgängig gemacht wird, wenn die Solidaritätsumlage wegfällt.

Die Begründung aus Sicht der BU: Für 2018 hat die neue Landesregierung beschlossen, den Soli abzuschaffen. Demzufolge greift die Fraktion ihren alten Antrag wieder auf und wird sich bei der Haushaltsverabschiedung für die Senkung der Grundsteuer aussprechen. Zuschüsse an Vereine

Aufgrund der Finanzentwicklung lehnt die BU die pauschal aus dem Doppelhaushalt 2016/2017 übernommene erneute Kürzung der Zuschüsse an Vereine ab. Die mögliche Einsparung von maximal 2500 Euro sei nicht vertretbar. "Damit bringt die Fraktion ihre Wertschätzung gegenüber den Vereinen zum Ausdruck", so Vogt und Diehl. Tierhilfe/Märchenzoo

Wie in den vergangenen Jahren wird man die Tierhilfe und den Märchenzoo über die im Haushalt eingestellten Zuschüsse hinaus unterstützen. Allwetterbad

Die BU will das Allwetterbad in Lintorf attraktiver machen - mit Hilfe eines neuen Rutschenturms, der vor allem junge Badegäste anziehen soll. Das Bad gehört bereits zu den Publikumsmagneten.

Quelle: RP
 
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