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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Bürgerantrag bringt Pesch in Bedrängnis

Ratingen. Es sind turbulente Zeiten für Verwaltungschef Klaus Konrad Pesch. Das Führungspersonal geht von Bord, in Sachen Bürgerantrag gibt es viel Ärger für das Stadtoberhaupt.

Die Bürger Union (BU) lässt nicht locker. Denn das Vorgehen der Stadt in Sachen Bürgerantrag zu den Bebauungsplänen für den Sportplatz Talstraße hat die Wählergemeinschaft mächtig in Rage gebracht.

Was war passiert? Anwohner hatten sich gegen die Pläne ausgesprochen und in einem Antrag gefordert, dass die Fläche sofort wieder als Sportplatz zu nutzen ist. Der Antrag ging im Büro des Bürgermeisters am 18. November ein, was per Stempel dokumentiert ist.

Doch danach tat sich erst einmal nichts. Im Bezirksausschuss Mitte, der am 23. November tagte, gab es für die erstaunten Mitglieder eine Tischvorlage, die sich mit dem Bürgerantrag beschäftigte. Erhard Schneider, der Vorsitzende des Ausschusses, setzte das Thema Talstraße von der Tagesordnung ab, weil Prüfungsbedarf in Sachen Bürgerantrag bestehe.

Zahlreiche Bürger, die die Debatte um die Pläne verfolgen wollten, mussten stocksauer nach Hause gehen. Aus Sicht der BU ist klar: Man hätte über die Pläne beraten müssen. Dieser Bürgerantrag hat keine aufschiebende Wirkung. Und Bürgermeister Klaus Konrad Pesch hätte den Antrag nach Eingang in seinem Büro umgehend den Fraktionen zuleiten müssen - was nicht geschehen ist. Nun soll Pesch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 6. Dezember, aus seiner Sicht die Dinge schildern.

Die BU legte nach: Man hätte auch den Rat, der schließlich am 22. November tagte, über den Bürgerantrag informieren können, schließlich war das Schreiben in der Sitzung des Verwaltungsvorstandes, der am Vormittag vor der Ratssitzung zusammenkam, ein wichtiges Thema.

Dass es nun eine Bürgerinformationsveranstaltung geben wird, gilt als sicher. Denn dann besteht die Möglichkeit, alle Fakten und auch Bedenken der Bürger gegen die Bebauungspläne der Verwaltung zu erörtern. Pesch steht unter Druck: Er und sein Team müssen zahlreiche Projekte auf den Weg bringen. Doch es fehlt Fach- und immer mehr auch Führungspersonal. Beigeordneter und Personaldezernent Frank Mendack will Kämmerer in Mülheim werden. Unentspannte Zeiten.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

Quelle: RP
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