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Heiligenhaus
Bürgerbus begrüßt Fahrgast Nummer 50.000

Heiligenhaus: Bürgerbus begrüßt Fahrgast Nummer 50.000
Busfahrer Jan Schöttler, Bürgermeister Jan Heinisch und Rolf Watty überraschten Inge Ewert mit einem Blumenstrauß. FOTO: a. Blazy
Heiligenhaus. Im nächsten Jahr will der Verein das Strecken-Angebot erweitern. Schon jetzt ist der Bus zu 90 Prozent ausgelastet. Das sind 7,4 Fahrgäste pro Fahrt. Und die Kunden werden immer jünger. Von Sandra Kreilmann

Keine Fahrt wie jede andere: Um 9.10 Uhr stieg Inge Ewert gestern an der Haltestelle Stettiner Straße in den Bürgerbus, wie sie das regelmäßig tut - dass aber die Fahrt etwas anders verlaufen würde, damit hat sie nicht gerechnet. Denn Inge Ewert ist ganz offiziell der 50.000. Fahrgast, der den Heiligenhauser Bürgerbus bestiegen hat. Damit ist sie auch das Gesicht einer echten Erfolgsgeschichte: Im November 2012 nahm der Bürgerbus mit seinem ehrenamtlichen Team den Fahrdienst auf. "Damals musste der Bus sich gegen nicht wenige Kritiker und andere Anfangsschwierigkeiten durchsetzen", erinnert sich Bürgermeister Jan Heinisch. Doch die Idee "Bürgerbus", die aus dem Kreis des Stadtmarketings-Arbeitskreis "Kultur und Gesellschaft" erwuchs, hat sich durchgesetzt; der Bürgerbusverein wurde gegründet.

An dessen Spitze steht von Beginn an der hoch engagierte Rolf Watty. Der hat einen rührigen Vorstand und ein starkes 30-Köpfiges Fahrerteam hinter sich. "Statistisch gesehen, ist beinahe jeder Heiligenhauser zweimal Bürgerbus gefahren, das ist nach vier Jahren ein tolles Ergebnis", resümiert Heinisch. Der Bürgerbus-Vorstand sieht den Erfolg auch in den Zahlen: "Der Bus ist zu 90 Prozent ausgelastet", das sind 7,4 Fahrgäste pro Fahrt.

"Der Kredit für den Bus war auf fünf Jahre ausgelegt, wir konnten ihn schon nach dreieinhalb Jahren zurückzahlen. Heute stehen wir finanziell so gut da, dass wir den zweiten Bus fast schon komplett aus unseren Rücklagen kaufen können", freut sich Watty und gibt einen Hinweis auf die Pläne für das kommende Jahr.

"Wir wollen 2017 unser Strecken-Angebot erweitern." Wo genau der Bus dann fahren soll, verrät er noch nicht. Die Nachfrage sei aber vor allem in Isenbügel und Hetterscheidt groß, "Isenbügel anzufahren wäre aufgrund der Distanz schwierig umzusetzen."

Inge Ewert nutzt den Bürgerbus von Anfang an, wenn sie in die Stadt möchte: "Eine ganz tolle Idee", findet sie. Bürgerbusfahrer Andreas Piorek beobachtet eine Veränderung der Nutzer: "Früher wurde der Bürgerbus als Rentnerbus angesehen, heute sehen wir, dass die Nutzer immer jünger werden. Wir haben sogar zwei Kindersitze an Bord."

Gemeinsam mit der Rheinbahn wird derzeit ein Festakt zum Jubiläum geplant. Es werden übrigens weiterhin Fahrer gesucht, mehr Informationen im Netz via www.buergerbus-heiligenhaus.de.

Quelle: RP
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