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Heiligenhaus
Bürgerverein vermisst Ampel

Heiligenhaus: Bürgerverein vermisst Ampel
Fußgänger müssen schon sehr genau auf den Verkehr achten, wenn sie die Velberter Straße überqueren wollen. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Das Überqueren der Velberter Straße ist gefährlich. Und in der Unterilp sorgt der Schüler-Bring-Verkehr für Gefahren. Von Henry Kreilmann

An der Velberter Straße fehle, gerade mit Blick auf die kommende Eröffnung des Autobahn-Teilstücks, eine sichere Querung für Fußgänger. Da sind sich sowohl Christel Donalies, Seniorenbeauftragte der Stadt, als auch Reinhold Unger, Vorsitzender des Hetterscheidter Bürgervereins, sicher. Beide beklagten bereits im vergangenen Jahr: "Auf Nachfrage besonders älterer Bürger, besteht der Wunsch, eine gefahrlose Überquerung auf der Velberter Straße zwischen Konserheider Weg und Schürhofer Straße zu schaffen", schrieb Donalies der Stadt.

Mehrfach sei auch vom Bürgerverein bereits auf den Missstand von fehlenden Ampelanlagen auf der vielbefahrenen zweispurigen B227 aufmerksam gemacht, von den Verantwortlichen aber zurückgewiesen worden, ergänzt Unger in einem Schreiben, das sowohl der Stadt als auch dem Landesbetrieb Straßen NRW vorliegt, und fügt an, dass während der Autobahn-Bauphase Ampelanlagen mit Anforderungskontakt auf Höhe der Tankstelle installiert worden seien, um den Fußgängern eine sichere Überquerung der Straße zu ermöglichen.

Warum dies jetzt nicht mehr gelten soll, versteht er nicht. "Wir wissen, dass viele Schulkinder und andere Fußgänger, die auf den Bus angewiesen sind, eine solche sichere Querung dringend brauchen." Der Verkehrsausschuss hatte das Thema nun auf dem Tisch und er hat der Verwaltung den Auftrag gegeben, die Errichtung einer weiteren Ampelanlage - Kostenanteil der Stadt etwa 5000 Euro- zwischen der Schürhöfer Straße und dem Kronenweg, gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen NRW als Baulastträger der Straße, zu prüfen. Unger: "Glücklicherweise ist es bisher nicht zu einem Unfall mit Schülern oder anderen Fußgängern gekommen. Das soll auch so bleiben."

Auch der Unterilper Bürgerverein hat die Gefahrenstellen in seinem Stadtteil im Blick und monierte im Herbst vergangenen Jahres, dass die Verkehrssituation im Eingangsbereich der Unterilp seit der Wiederinbetriebnahme der Grundschule, zu Gefahrensituationen im Straßenverkehr im Stadtteil geführt habe. So würde vor allem in den Morgenstunden die einzige Zu- und Abfahrt im Bereich Moselstraße/Höseler Straße durch den Bringverkehr belastet und teilweise für gefährliche Situationen sorgen.

Hier habe die Stadt, so die Mitteilungsvorlage im Verkehrsausschuss, bereits Halteverbotsschilder an einer "Engstelle" installiert. Auch das Parken vor den Garagen der Anwohner, sei ärgerlich. Außerdem sei die "Pausenhaltestelle" des Busverkehrs in Verbindung mit der Rheinbahn, nach Beschwerden von Anwohnern, auf ein Minimum reduziert worden.

"Die übrigen Kritikpunkte beziehen sich im Wesentlichen auf individuelles Fehlverhalten von Autofahrern welches sich nur durch eine erhebliche Ausweitung der Überwachung durch Polizei und Stadtwacht verbessern ließe", so die Vorlage.

Quelle: RP
 
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