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Ratingen
Caritas stockt ihr Personal für Flüchtlinge auf

Ratingen. Mit zusätzlichen Kräften reagieren der Fachdienst Integration und Migration (FIM) des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann und die Stadt Ratingen auf die 2015 gestiegene Zahl der hier untergebrachten Flüchtlinge.

Aufgestockt hat die Stadt die Finanzmittel für die Flüchtlingsbetreuung und die Ehrenamtskoordination des Caritasverbands. Zuvor waren 1,75 Stellen des FIM städtisch finanziert, seit Januar sind insgesamt fünf Stellen besetzt. Seit rund 20 Jahren leistet der Caritasverband im Auftrag der Kommune das Betreuungsmanagement für Asylbewerber in Ratingen. Die Flüchtlingszahlen, die hier von rund 490 Ende 2014 (davon seinerzeit 260 Asyl-Folgeantragsteller) auf aktuell rund 1500 geklettert sind, hatte das FIM-Team an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht.

"Unsere Mitarbeitern konnten im vergangenen Dreivierteljahr die anfallenden Beratungs- und Betreuungstätigkeiten nur unter höchstem Engagement bewältigen. Kurzfristig hatten wir 2015 sogar eine Vollzeit-Stelle aus Eigenmitteln ergänzen und dafür Personal aus anderen Bereichen abziehen müssen", erklärt Abteilungsleiter Martin Sahler.

Zusätzlich habe sich der katholische Wohlfahrtsverband unterstützend in der Ratinger Notunterkunft des Landes engagiert. Über die personelle Aufstockung freut sich das Team der Flüchtlingsberatung. Das sind Vivian Daub-Schürmann, Hacire Genc und Nico Maric sowie die stellvertretende Abteilungsleiterin Uschi Hacket. Neu im Team sind Melanie Alamine und Demet Kilci für die Flüchtlingsberatung sowie Sabrina Schmitt für die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit. Sie unterstützt Uschi Hacket, die auch anlässlich der "Aktion Neue Nachbarn" des Erzbistums Köln für die Ehrenamtlichen aktiv ist.

Allerdings warnt Sahler: "Unsere personelle Aufstellung entspricht den momentanen Flüchtlingszahlen in Ratingen. Sollten diese weiter steigen, werden wir erneute Gespräche mit Stadtrat und Kommunalverwaltung führen müssen."

Hacket lobt das Engagement der Bürger: "Ohne die Freiwilligen hätten wir das alles nicht bewältigen können." Ob Kinderbetreuung, Freizeitgestaltung oder Lernförderung, Alltagsbegleitung oder die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen: "Wir begrüßen und unterstützen jedes ehrenamtliche Engagement im Sektor Flüchtlingshilfe", betont sie. Zeitgleich zur Änderung der personellen Lage hat der Caritasverband Räumlichkeiten an der Grütstraße 3 bis 7 saniert und hergerichtet. Dort ist das erweiterte Team nun untergebracht.

(RP/kle)
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