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Ratingen
City wird zum Treffpunkt für Genießer

Ratingen: City wird zum Treffpunkt für Genießer
Die Angelfreunde Ratingen boten Fische aus Ratinger Seen an: Detlev Hamacher mit Jörg Dräger, Vorsitzender (rechts). FOTO: Blazy, Achim (abz)
Ratingen. Der erste Fischmarkt und der verkaufsoffene Sonntag lockten zehntausende Menschen in die Innenstadt. Von Karl Ritter

Manuela Kessler strahlt über das ganze Gesicht - auch wenn sie schon seit 7 Uhr unterwegs ist: "Aber wenn man sieht, wie gut der erste Fischmarkt angenommen wird, hat sich das alles gelohnt", freut sich die City-Kauf-Vorsitzende ob der enormen Resonanz auf die Veranstaltung. War die Innenstadt schon am Vormittag gut gefüllt, platzte sie spätestens ab 12 Uhr mit der Eröffnung der Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag sprichwörtlich aus allen Nähten: "90 Prozent der Einzelhändler beteiligen sich", so Kessler, die sich freute, dass viele Besucher von außerhalb in die Innenstadt fanden: "Normalerweise werde ich in der Innenstadt von vielen Menschen angesprochen, aber heute gar nicht. Das spricht dafür, dass wir wirklich viele auswärtige Gäste haben."

Peter Jasinski aus Radevormwald räucherte vor Ort edlen Lachs. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Und die genossen in der Sonne ein leckeres Glas Wein oder ließen sich herzhaft die Fisch-Leckereien schmecken, die rund um den Marktplatz angeboten wurden. Aber auch Fleischliebhaber kamen auf ihre Kosten, ebenso wie die Liebhaber von Accessoires, die an zahlreichen Ständen fündig werden konnten. Ein ganz besonders Projekt war dabei am Anfang der Düsseldorfer Straße auf Kesslers Vermittlung zustande gekommen. Die Angelfreunde Ratingen sich hatten dort mit Konditor Alexander Bös und Svea Bartel vom Feinkostladen Barrique zusammengetan und boten auf der gemeinsamen Terrasse leckere Fischspezialitäten an. Jörg Dräger, Vorsitzender der Angelfreunde, war begeistert: "Das ist für uns eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren."

Und so waren es die kleinen Ratinger Angebote, die schnell dafür sorgten, Befürchtungen zu zerstreuen, dass der Ratinger Fischmarkt lediglich eine kleine Kopie des Originals in Düsseldorf werden könnte - das genaue Gegenteil war der Fall. Ob es eine Wiederholung des Fischmarktes im kommenden Jahr geben wird, dazu wollte Manuela Kessler noch nichts sagen: "Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn wir diesen Tag wiederholen könnten. Allerdings hängt das davon ab, ob wir für 2016 wieder einen verkaufsoffenen Sonntag zur Automeile veranstalten. Dann hätten wir keinen Spielraum mehr, weil wir pro Jahr nur vier verkaufsoffene Sonntage veranstalten dürfen."

Beim ersten Ratinger Fischmarkt ließen es sich Besucher gutgehen. FOTO: Achim Blazy

Wer sich die Mühe machte, sich mit den Menschenmassen über den Marktplatz zu schieben, dem dürfte sich allerdings die Frage nach einer Wiederholung der Veranstaltung nicht gestellt haben. Es war so voll, dass bereits gegen Mittag akute Parkplatznot herrschte. Selbst vor den Parkhäusern hatten sich die Warteschlangen gebildet. Und wer das schöne Wetter zu einer Fahrradtour nutzen wollte, der hatte ebenfalls ein Problem: Abstellmöglichkeiten für den Drahtesel waren ebenfalls Mangelware - kein Wunder bei zehntausenden Besuchern. Ob deren Anblick zeigte sich auch Markus Beyer, Chef des gleichnamigen Reformhauses am Marktplatz zufrieden: "Das ist wirklich sehr schön, dass die Veranstaltung und der verkaufsoffene Sonntag so gut angenommen werden. Das hat sich wirklich gelohnt."

Kritische Stimmen gab es am Rande allerdings auch - wenn man die wohl nicht ganz ernst nehmen kann: "Ich habe Leute gehört, die sich darüber aufgeregt haben, dass es so voll war. Das kann ich nun nicht wirklich verstehen", schüttelte Markus Beyer etwas verwundert den Kopf.

Quelle: RP
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